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ARCHE NOAH Forum
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Sortenarchiv
Anmeldedatum: 14.03.2007 Beiträge: 40 Wohnort: Schiltern
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Verfasst am: 09.05.2007, 08:55 Titel: Herzlich Willkommen! |
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Liebe ErhalterInnen und Sortenpaten/innen!
Herzlich Willkommen im ARCHE NOAH Forum rund um Ihre Buschbohnensorten. Wir freuen uns über rege Teilnahme an Diskussionen und Informationsaustausch.
2007 suchen wir SortenpatInnen für die Sorten "Mossbacher Beige 9- Wochenbohne" und "Rotholzer", beides Trockenbohnen,
In erster Linie wurden Gartenbohnen als Trockenbohnen genutzt. Das bedingt, dass viele Landsorten fädige Hülsen besitzen. Ein weiters Charakteristikum von Landsoten ist ihre Buntheit, während Zuchtsorten bevorzugt weiße Bohnen haben, weil diese sich bei der Konservierung icht unansehnlich färben.
Die "Rotholzer" ist eine Tiroler Landsorten, die wegen mangelnder Eignung für maschinellen Drusch aufgegeben wurde. Züchterisch bearbeitet wurde sie durch die Landesversuchsanstalt Rotholz. 1998 wurde die Sortenzulassung gestrichen. Es handelt sich um eine 12mm lange und 14mm breite Wachtelbohne, braun-rosa gefärbt mit dunkelroten Streifen und Sprenkeln. Die grünen Hülsen roter Flammung sind stark fädig. Die Speisebohne wurde früher gemeinsam mit Erdäpfeln zubereitet. Die "Rotholzer" an der LLA Rotholz 1997 noch auf ca. 1ha vermehrt, jedoch wegen verschiedener Nachteile (gegenüber "Kidney"-Sorten) aufgegeben: maschinell schlecht beerntbar; Nachreife erforderlich (Lagerfläche, Wenden des Krautes), Drusch mußte daher in einem zweiten Arbeitsschritt im Winter erfolgen. Außerdem spalten die Samen beim Dreschen. Es gab Versuche, sie für die Konservenindustrie zu propagieren, jedoch färben die Samen in der Dose. Für modernen, feldmäßigen Anbau wahrscheinlich nur in Trockengebieten geeignet.
ARCHE NOAH Erhalter haben aus ihren Rotholzer Beständen rankende Rotholzer - Typen ausgelesen und vermehren diese unter der Bezeichnung "Rankende Rotholzer" weiter. Der Ertrag ist höher, eine Rankhilfe notwendig.
Die "Moosbacher Beige 9-Wochenbohne" stammt aus der Oststeiermark/Wenigzell und wurde 1992 von Familie Moosbacher dem Sortenarchiv übergeben. Sie wird vermutlich seit mehr als 100 Jahre in der Familie nachgebaut. Sie wurde als Mischung mit zwei anderen Linien angebaut ("Graubraune" und "Orangebraune"). Die jungen Fisolen haben ein feines Aroma. Die Bohnen sind mittelbraun, länglich oval, einseitig gekappt und 13 mm lang. Hülsen grün, fädig, flachoval, 18 mm breit, 13-15 cm lang, schwach gebogen. Jung auch als Fisole mit gutem Aroma nutzbar, später bastig. Die Sorte reift auch in Höhenlagen aus. |
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