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ARCHE NOAH - Newsletter 2/2014 - www.arche-noah.at
Arche Noah - Alte Sorten erhalten - Neue Vielfalt entwickeln :: NEWSLETTER

Guten Tag ///GRAD/// ///FIRSTNAME/// ///LASTNAME///!

Bitte werden Sie wieder aktiv! Denn im Europäischen Parlament steht es jetzt Spitz auf Knopf für die EU-Saatgutverordnung – am 13. März wird im Plenum abgestimmt!  Lassen Sie uns weiter gemeinsam Druck auf die Abgeordneten und die Kommission ausüben und deutlich machen: Die Vielfalt ist durch dieses Gesetz bedroht. Die Saatgutsäckchen-Aktion geht daher weiter - diesmal an den EU Parlamentspräsidenten, die Fraktionsvorsitzenden und EU-Kommissar Tonio Borg. Machen auch Sie mit!

An dieser Stelle vielen, vielen Dank allen UnterstützerInnen – nur mit Ihrer Hilfe können wir es schaffen.

Ihr ARCHE NOAH Team

EU-SAATGUTVERORDNUNG
Ihre Mithilfe ist weiterhin gefragt!  » 
ARCHE NOAH PFLANZENMÄRKTE
Wir bringen die Vielfalt zu Ihnen!   » 
POLITISCHE MELDUNGEN
Konzentrationsprozesse am Saatgutmarkt  » 
EU-Kommission will Genmais zulassen  » 
BILDUNGSPROGRAMM
Nur noch Restplätze frei!  » 
VIELFALT FÜR DEN EIGENEN GARTEN
Wann ist der richtige Zeitpunkt?  » 
TERMINE VON ANDEREN
Diverse Termine  » 
BUCHVORSTELLUNG UND AUFRUF
Andrea Heistinger, Alfred Grand: Biodünger selber machen
Erfahrungsberichte zum Thema Selbstversorgung gesucht  » 
MEINE PFLANZENENTDECKUNG   » 
ARCHE NOAH Erhalterinnen & Erhalter im Portrait
BÜRO FÜR ARCHE NOAH IN WIEN GESUCHT Wir freuen uns über Hinweise oder Angebote  » 
 

EU-SAATGUTVERORDNUNG

Unsere Botschaft zeigt Wirkung – jetzt müssen wir dranbleiben!


Warum jetzt aktiv werden?
Eine wichtige Abstimmung zum vorliegenden EU-Saatgutentwurf im EU-Agrarausschuss am 11. Februar ist bereits zu Gunsten der Vielfalt ausgegangen. Das ist unser gemeinsamer Erfolg! Danke an alle, die mitgemacht haben.

Aber noch ist nichts gewonnen. Wir müssen den Druck aufrecht erhalten. Erst bei der Plenar-Abstimmung am 13. März 2014 bekommen die 766 Abgeordneten zum Europäischen Parlament die Gelegenheit, die EU-Saatgutverordnung abzulehnen. Die EU-Saatgutverordnung bedroht die Vielfalt. Hintergrundinformationen dazu finden Sie hier.

Schicken Sie bis spätestens 13. März 2014 Saatgut an den Präsidenten und die Fraktionsvorsitzenden im EU-Parlament sowie an den zuständigen EU-Kommissar Tonio Borg, damit die EU-Saatgutverordnung auch wirklich abgelehnt wird! Ihre persönliche, direkte Botschaft kann sehr viel bewirken!

Weitere Infos zum Mitmachen finden Sie hier.
Eine Vorlage zum Ausdrucken mit der Adresse von EU-Kommissar Tonio Borg finden Sie hier.
Eine Vorlage zum Ausdrucken mit Adressen der Fraktionsvorsitzenden finden Sie hier.

 

ARCHE NOAH PFLANZENMÄRKTE

Wir bringen die Vielfalt zu Ihnen!

Jungpflanzen im Korb, ARCHE NOAH Pflanzentauschmarkt am 1. Mai (c) Doris Steinböck

Bei den ARCHE NOAH Jungpflanzenmärkten können Sie aus über 70 verschiedenen Paprika-, Paradeiser-, Salat-, Kohl- & Kürbissorten wählen. Auch Exoten wie Malabarspinat, Scheibengurke & Tomatillo und Erdäpfelraritäten sind mit im Gepäck. Fachkundige Beratung, Bücher und ein umfangreiches Sortiment an Saatgut erhalten Sie ebenfalls. Alle Pflanzen und das Saatgut stammen aus kontrolliert biologischer Erzeugung.

Termine und Orte der Märkte finden Sie hier.

 

POLITISCHE MELDUNGEN

Studien zu Saatgut und Biodiversität


Konzentration am EU-Saatgutmarkt:
Eine aktuelle Studie belegt jetzt: Auch in der EU haben die Konzerne das Saatgut fest in ihrer Hand. 95% des Gemüsesaatgut-Sektors wird von nur fünf Unternehmen gesteuert. Der Agro-Konzern Monsanto kontrolliert bereits rund 24% des EU-Marktes. Bei Mais machen nur fünf Saatgut-Unternehmen rund 75% des Marktanteils aus und kontrollieren rund 51,4% der Mais-Sorten: Pioneer (12,2%), Syngenta (11,5%), Limagrain (9,7%), KWS (8,9%), Monsanto (8,95%). Hier gelangen Sie zur Studie.

Vom Wert der Biodiversität:
Die Studie "Vom Wert der Biodiversität - Wirtschaftliche Bewertung und Konzepte für das Berggebiet" beschäftigt sich mit den Möglichkeiten und Grenzen der Bewertung von Biodiversität bzw. Ökosystemleistungen mit Blickrichtung auf zukünftige Ansätze in der Weiterentwicklung von Berggebietspolitiken. Der Forschungsbericht kann hier heruntergeladen werden.

 

EU-Kommission will Genmais zulassen – Österreich droht mit Anbauverbot


Der gentechnisch veränderte Mais 1507 wird wohl bald die Zulassung zum Anbau in der EU erhalten. Die Europaminister der Mitgliedsstaaten debattierten am 11. Februar in Brüssel, viele betonten, dass die Mehrheit der Bürger keine Gentechnik auf dem Acker wollen. Auch das Zulassungsverfahren wurde kritisiert. Letztlich reichte es aber nicht für die nötigen 260 Nein-Stimmen.

Quellen zum Weiterlesen:

Informationsdienst Gentechnik
Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit
Global2000 Gentechnik

 

 

BILDUNGSPROGRAMM

Nur noch Restplätze frei!


Es gibt noch Plätze für folgende Kurse im März – Interessenten bitten wir um rasche Anmeldung. Danke!

7./8. März: 2-tägiger Schnittkurs für große Baumformen in 2640 Prigglitz mit Johannes Maurer
Mit diesem Kurs wollen wir speziell LandwirtInnen, StreuobstwiesenbesitzerInnen und HausgärtnerInnen mit großen, älteren Bäumen ansprechen. Details hier.

14./15. März: 2-tägig: Balkongärtnern für AnfängerInnen in Wien mit Maria Hagmann
In diesem Seminar lernen Sie, wie Sie auf biologische Weise Gemüse und Kräuter am Balkon bzw. im Topf anbauen. Dieses Seminar wendet sich an EinsteigerInnen. Details hier.

22. März: Balkongärtnern für Fortgeschrittene in Wien mit Andrea Heistinger
Dieses Seminar knüpft an die bereits gesammelten, persönlichen Erfahrungen der TeilnehmerInnen im Gärtnern am Balkon an. Es wendet sich an alle, die bereits mehr oder weniger Erfahrungen zum Gärtnern in Gefäßen gesammelt haben. Details hier. 

 

VIELFALT FÜR DEN EIGENEN GARTEN

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Salatpflanzen, Sorten-Vielfalt im Abendlicht, biologisch gärtnern (c) Doris Steinböck

Beim aktuell vorherrschenden warmen Spätwinterwetter fragen uns viele BesucherInnen und KundInnen, warum wir mit Pflanzenverkauf und –versand dennoch erst im April starten.

Auch wenn die Lust aufs Gärtnern schon groß ist: Geben Sie der Natur und den Pflanzen die Zeit, die sie brauchen. Insbesondere Paradeiser und Paprika benötigen eine entsprechende Tageslänge, Lichtmenge und auch Bodentemperatur. Wenn Sie Jungpflanzen zu früh kaufen und diese auf der Fensterbank stehen haben, wo es meist zu warm ist, werden sie wahrscheinlich schnell wachsen, aber schwache und dünne Stängel ausbilden. Das wird ihnen später im Jahr zum Verhängnis - sie sind gegenüber Krankheiten oft schlechter gewappnet. Und wenn noch ein später Frost kommt und die Pflänzchen sind im April schon ausgesetzt, dann kann es zu hohen Verlusten kommen. Natürlich ist manche Gunstlage viel früher dran. Erfahrene HausgärtnerInnen wissen jedoch: Pflanzen holen bei guten Bedingungen Wachstumsrückstände auf- und die Ernteperiode ist meist die gleiche.

Für alle Frühlingslustigen, die schon jetzt die Hände in die Erde stecken möchten, gibt es viele Möglichkeiten. Zum Beispiel können Puffbohnen, Zwiebelsaat, Asia- und Vogerlsalate gesät werden. Diesen macht die Kälte nichts aus und man hat früh im Jahr schon eine grüne Ernte. Achten Sie bei der Bodenvorbereitung darauf, dass dieser gut abgetrocknet ist. Zu frühes Bearbeiten kann der Bodenstruktur nachhaltig schaden. Viel Erfolg und einen schönen Start in die Gartensaison!

 

TERMINE VON ANDEREN

Pflanzentauschmärkte, Saatgutaktionstage und Seminare

Pflanzenmärkte, Tauschmärkte und Saatgut-Tage:
Es haben sich schon jetzt viele Mitglieder bei uns gemeldet, um uns ihre eigenen Pflanzentauschmärkte oder Saatgutaktionstage bekannt zu geben. Alle Termine in Deutschland und Österreich finden Sie hier.

Vorträge, Seminare und Workshops:
Viele ARCHE NOAH ErhalterInnen und Mitglieder bieten auch eigene Seminare, Vorträge und Workshops an. Alle Termine sind hier aufgelistet.

Informations- und Diskussionsveranstaltung
24. März: Informationsveranstaltung zum Widerstand gegen Saatgut-Zerstörung und Freihandelsabkommen in Kolumbien. Eine Delegation des kolumbianischen Erhaltungs-Netzwerkes „Samen des Lebens“ berichtet über die Situation in Kolumbien. Iga Niznik (Arche Noah) und Irmi Salzer (ÖBV-Via Campesina Austria) stellen einen Bezug zu aktuellen Geschehnissen in der EU und in Österreich her. Mo, 24. März, 18:00, BOKU, Simonyhaus HS1, Peter Jordan Straße 65, 1180 Wien. Mehr Infos über das Netzwerk in Kolumbien: http://colombia.redsemillas.org

Europäische Tagung zu Öko-Saatgut, Züchtung und Vielfalt
20.-22. März: Tagung "EkoSeedForum" in Posen (Polen). Im Fokus stehen ökologische Pflanzenzüchtung und Saatgutproduktion, sowie deren Nutzung und Verbreitung. Zudem geht es um den Erhalt von Biodiversität in Ost- und Westeuropa und um Alternativen zu GVO. Bei der Tagung werden PflanzenzüchterInnen, SaatgutproduzentInnen, Erhaltungsinitiativen, WissenschaftlerInnen und EntscheidungsträgerInnen der ökologischen Landwirtschaft aus Ost- und Westeuropa zusammenkommen. Mehr Informationen hier.

 

BUCHVORSTELLUNG

Andrea Heistinger, Alfred Grand: Biodünger selber machen


Regenwurmhumus – Gründüngung – Kompost
Biodünger ganz leicht selbst gemacht – das komplette Praxiswissen: Ob für den Garten, das Hochbeet oder den Balkon, ist dieses Buch ein umfassender und praktischer Ratgeber zur Herstellung und richtigen Anwendung des eigenen Biodüngers. Die Biogartenexpertin Andrea Heistinger und der Biobauer und Biodüngerproduzent Alfred Grand zeigen Ihnen die besten Techniken, Rezepte und Werkzeuge, um Biodünger einfach selber zu machen.

160 Seiten, fest gebunden,
mit Farbfotos und Zeichnungen
EUR 19.90, ISBN 978-3-7066-2519-7
Online-Bestellung bei: Löwenzahn Verlag

 

Erfahrungsberichte zum Thema Selbstversorgung gesucht


Andrea Heistinger arbeitet an einem neuen Buch zum Thema Selbstversorgung aus dem Garten. Das Buch soll in übersichtlicher Form und ganz konkret beschreiben, was es braucht, um Selbstversorgung aus dem Garten zu ermöglichen. Was sind gute Fruchtfolgen? Wie lassen sich auch kleine Gärten gut ausnutzen? Welchen Zeitbedarf muss man einplanen? Welche Tätigkeiten kann man gut mit Kindern verbinden und welche Kulturarten mit einem Halbtagsjob? Oder anderes gesagt: Wieviele Karotten, Rote Rüben, Äpfel oder Birnen werden in einem Haushalt tatsächlich gegessen und welche Fläche und welcher Aufwand sind nötig, um diese Menge im Garten zu ernten und aus dem Lager holen zu können?

Dazu suchen wir wieder Erfahrungsberichte von ARCHE NOAH Mitgliedern. Egal, ob Sie mit der Selbstversorgung gerade begonnen haben oder diese schon länger praktizieren. Wir suchen nach „guten Tipps“ genauso wie nach Erfahrungen des „Scheiterns“ und Beschreibungen, was für Sie auf Ihrem Weg zur Selbstversorgung hilfreich war und wo es vielleicht auch Stolpersteine gab. Erfahrungsberichte und Tipps bitte direkt an andrea@heistinger.at.

Vielen Dank.

 

MEINE PFLANZENENTDECKUNG

ARCHE NOAH Erhalterinnen & Erhalter im Portrait


Gärtnerin Karin Trauner und Gärtner Rene Pollross von der Garten Tulln: Vermehrer für von Quinoa
2013 war die Quinoa Pflanze des Jahres und entsprechend in den Medien. Interessant in Richtung Welternährung, Klimaschutz und Auswirkung der Weltmarktpreise auf die Bevölkerung in Südamerika. Auf der GARTEN TULLN hatten wir ein paar Pflanzen davon, jedoch ohne die interessanten Geschichten dazu zu erzählen. Das war der Auslöser, den Umgang mit besonderen Sorten auf eine neue Basis zu stellen. Da wir ohnehin bei jeder Führung erwähnen, wie großartig das Sortenarchiv in Schiltern ist und was da alles an Saatgut in Gläsern als lebendiges Archiv herumsteht, war es uns ein Anliegen, auch ein paar dieser Gläser mit Saatgut zu füllen, das bei uns am Gelände entstanden ist.
Da wir auch immer den Jahresschwerpunkt der Aktion „Natur im Garten“ mittragen, kommt es uns sehr gelegen, dass dieser heuer „Biologische Vielfalt“ lautet. Was passt dazu besser, als ab 2014 auf der GARTEN TULLN aktiv zur Erhaltung der Vielfalt an Nutzpflanzen beizutragen,  dabei gleich auch auf dieses großartige Netzwerk hinzuweisen, möglichst viele Menschen zum Mitmachen anzuregen und Bewusstsein für die gesetzliche Gefährdung der Sortenvielfalt zu schaffen?  Und natürlich Quinoa so zu präsentieren, dass es alle mitkriegen, aber wirklich! (Gartenleiter Thomas Uibel)

Infos zu DIE GARTEN TULLN auf: www.diegartentulln.at

 

KONTAKT & IMPRESSUM:

Verein ARCHE NOAH Gesellschaft für die Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt & ihre Entwicklung A-3553 Schiltern, Obere Straße 40 T: +43(0)2734/8626 E: info@arche-noah.at W: www.arche-noah.at ZVR 907994719