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ARCHE NOAH - Newsletter 6/2014 - www.arche-noah.at
Arche Noah - Alte Sorten erhalten - Neue Vielfalt entwickeln :: NEWSLETTER

Liebe Mitglieder & Freunde der Vielfalt!

Der ARCHE NOAH Schaugarten steht in voller Blüte. Lernen Sie essbare Wurzeln aus aller Welt, seltene Blattgemüse oder österreichische Regionalsorten kennen. Zu bewundern sind in den kommenden Wochen Zwiebel-, Melanzani- oder Paprikavielfalt. Auch über Pflanzengesundheit, Gründüngung und Saatgutgewinnung können Sie eine Menge erfahren.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr ARCHE NOAH Team

VERANSTALTUNGEN
Raritätensonntag Bienenweiden & Blumenstäuße   » 
Sensenmähen & Dengeln im Schaugarten  » 
BILDUNGSPROGRAMM
zwei neue Lehrgänge  » 
SCHAUGARTEN
Kulturpflanzenvielfalt in voller Pracht  » 
PATENTE
Einspruch gegen europäisches Patent auf Tomaten   » 
BÜCHER
Buchvorstellung: Einfalt am Pranger   » 
Osterfee & Amazone  » 
AUSZEICHNUNG
ARCHE NOAH erhält Kremserbank-Förderpreis 2013  » 
AUSSCHREIBUNG
Praktikums- & Volontariatsplätze im ARCHE NOAH Sortenarchiv  » 
MEINE PFLANZENENTDECKUNG
ARCHE NOAH Erhalterinnen und Erhalter im Portrait   » 
 

VERANSTALTUNGEN

13. Juli 2014 Raritätensonntag Bienenweiden & Blumenstäuße


rosa Blüte des Glücksklees (c) Doris Steinböck

„Cardy, Feigenminze & Elfenspiegel - Blütenvielfalt für Mensch & Natur“ Mit welcher Vielfalt können Sie Ihren Garten in Bienenweiden verwandeln? Wir erzählen Ihnen, wie Sie Lebensräume für Wildbienen und andere Insekten schaffen können. Bienenfreund Ron Richter, der seit Jahren im Schaugarten imkert, führt Sie in die Welt der Honigbienen ein.

In einem kompakten Workshop zeigt Ihren Gärtnermeisterin Elisabeth Veen, wie Sie einfach und kreativ  Blumenschmuck aus Pflanzenvielfalt herstellen können. Honig und Kräuterprodukte im Verkauf. Das FAMILIENprogramm beginnt um 14 Uhr mit einer Führung. Im Anschluss können Groß und Klein Insektenhäuschen basteln.
Allgemeine Gartenführungen um: 14 und 16 Uhr
Sonderführungen um 11 und 15 Uhr. Jeweils im Anschluss der Workshop zum Blumenbinden.

Alle weiteren Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.  

 

Sensenmähen und Dengeln


KURSINFO
Der Kurs Sensenmähen & Dengeln dauert etwa 5 Stunden mit max sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Es stehen alle Geräte zur Verfügung. Sie können verschiedene Sensenblätter und Worbe (Holz und Metall) ausprobieren, ebenso Dengelhämmer und Dengelambosse. Auswahl und richtige Montage des Sensenblattes, Technik des Mähens und vorteilhafte Haltung beim Mähen werden besprochen und praktisch erprobt. Weiters Theorie des Dengelns und Praxis auf unterschiedlichen Amboß/Hammer Systemen. Auch der Schlagdengelapparat wird vorgestellt. Voraussetzung des Mähens mit der Sense ist das Dengeln.

Ort: Schaugarten Arche Noah, Schiltern bei Langenlois
Datum: SO 06 Juli 2014
Zeit: 12:00 Uhr

Verbindliche Anmeldung erforderlich:
Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr.
Kosten: € 95,00 Bei kurzfristiger Abmeldung (weniger als eine Woche) bitte selbst eine/n Ersatz-Kursteilnehmer/in finden, oder den Kursbeitrag bezahlen.
Anmeldung bei: Karl Katzinger, T: 0664-730 144 15 oder Email: office@sensenmaehen.at
Weitere Informationen unter: www.sensenmaehen.at

 

BILDUNGSPROGRAMM

zwei neue Lehrgänge



18. und 19. August, 2230 Gänserndorf-Süd: Lehrgang: Zuchtmethoden für eine biologische Gemüsezüchtung Mit diesem Seminar sprechen wir Menschen an, die sich mit dem Thema Züchtung von Gemüsesorten bereits beschäftigen oder in Zukunft beschäftigen möchten. Voraussetzung für die Teilnahme sind gute Kenntnisse und praktische Erfahrungen im Bereich Gemüse-Saatgutvermehrung. Details finden Sie hier.

30. August, 4152 Sarleinsbach: Aufbaulehrgang: Saatgutvermehrung von Kraut und seinen Verwandten Der Lehrgang wendet sich an all jene, die sich intensiver mit der Saatgutvermehrung von Kraut beschäftigen möchten. Als Voraussetzung für die Teilnahme empfehlen wir. gute Kenntnisse in Theorie und Praxis in den Grundlagen der Gemüsesaatgutvermehrung. Details finden Sie in unserem Bildungsprogramm hier.

 

ARCHE NOAH SCHAUGARTEN

Kulturpflanzenvielfalt in voller Pracht



Der ARCHE NOAH Schaugarten steht in voller Blüte. Lernen Sie essbare Wurzeln aus aller Welt, seltene Blattgemüse oder österreichische Regionalsorten kennen. Zu bewundern sind in den kommenden Wochen Zwiebel-, Melanzani- oder Paprikavielfalt. Auch über Pflanzengesundheit, Gründüngung und Saatgutgewinnung können Sie eine Menge erfahren.

Oder aber Sie genießen einfach das historische Ambiente des Schaugartens und entspannen auf der Obstwiese. Genau wie dieses (siehe Foto) langjährig befreundete Paar, das jedes Jahr, ausgestattet mit Sekt, Wein und Jause, einen Lesenachmittag mit Büchern aus der ARCHE NOAH Gartenbibliothek, im Schaugarten verbringt. 

Alle Informationen zu Erhaltungsbeitrag, Anreise und Aufenthalt erfahren Sie hier.

 

PATENTE

Einspruch gegen europäisches Patent auf Tomaten


VertreterInnen der internationalen Koalition von „Keine Patente auf Saatgut!“ aus Deutschland, Frankreich und Spanien haben einen Einspruch gegen ein europäisches Patent auf Tomaten des Monsanto-Konzerns eingelegt (EP1812575). Das Patent wird beansprucht für Tomaten, die eine natürliche Resistenz gegen die Grauschimmelfäule (Botrytis) aufweisen. Diese Resistenz wurde in Tomaten gefunden, die aus der internationalen Genbank in Gatersleben stammen.

Weitere Details finden Sie hier.

 

BÜCHER

Buchvorstellung: Einfalt am Pranger


Clemens G. Arvay hat wieder ein Buch geschrieben. „Hilfe, unser Essen wird normiert! Wie uns EU-Bürokraten und Industrie vorschreiben, was wir anbauen und essen sollen.“ Der Titel hält, was er verspricht: Einfache Sprache und klare Worte. Die Schrift ist ein feuriges Manifest für mehr Vielfalt und Nachhaltigkeit, ohne Scheu zur Lücke. Nicht nur die Argumente der Gegenseite wird man vergeblich suchen, auch Quellenangaben sind eher spärlich gesät. Ein brauchbarer Bauchladen für Vielfaltsfans, die ohnehin wissen, wo sie stehen – und es schon immer besser argumentieren wollten. Was man Clemens G. Arvay lassen muss: Er hat einfach ein Gespür für aktuelle Themen, die ziehen (Rezension Iga Niznik). Erschienen bei Redline Verlag, 2014, ca. € 20

 

Jetzt kommt die Beerenzeit!

Osterfee und Amazone

Osterfee & Amazone
Viele alte Sorten sind vom Aussterben bedroht und schon (fast) verschwunden. Dennoch wurden einige alte Beerensorten in Hausgärten oder in Sammlungen bis heute weitergepflegt. Die Fülle alter Sorten bietet eine breite Palette an Farben, Formen, Geschmäckern und Eigenschaften. Das Buch entstand in Zusammenarbeit mit Experten der Stiftung ProSpecieRara und dem Verein ARCHE NOAH. Reich bebildert präsentiert es rund 100 alte Beerenobstsorten – Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren. Es schildert, wie Beerenobst ein Teil unserer häuslichen Kultur wurde, gibt praktische Hinweise zu Anbau und Pflege im Hausgarten sowie Anleitungen für traditionelle Formen der Verwertung.

Zu erwerben über den ARCHE NOAH Online-Shop.

 

AUSZEICHUNG

ARCHE NOAH erhält Kremserbank-Förderpreis 2013


Der Förderpreis der Privatstiftung Sparkasse Krems wurde 2013 ins Leben gerufen. Er unterstützt mit insgesamt 75.000 Euro regionale Projekte und Aktivitäten in den Bereichen „Kunst & Kultur“, „Bildung und Wissenschaft“ und „Umwelt & Soziales“. ARCHE NOAH wurde für das Projekt „Mentoren der Vielfalt“für 2013 ausgezeichnet. Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

AUSSCHREIBUNG

Praktikums- & Volontariatsplätze im ARCHE NOAH Sortenarchiv


Das Arche Noah Sortenarchiv sucht für die Wintermonate November 2014 bis März 2015 Unterstützung bei der Abwicklung wichtiger Saatgutarbeiten.

Details zur Ausschreibung sind hier zu finden. 

Bewerbung
Wir bitten um eine Bewerbung mit Lebenslauf und kurzem Motivationsschreiben an sortenarchiv@arche-noah.at (Michaela Arndorfer)
Anmeldeschluss
18. Juli 2014. Wir sammeln alle Bewerbungen und melden uns bis Mitte August.

 

MEINE PFLANZENENTDECKUNG

ARCHE NOAH Erhalterinnen und Erhalter im Portrait



Mein Name ist Norbert Ullrich, ich lebe in Wien bzw. Langenzersdorf und bewirtschafte seit 2006 einen sehr steilen alten Weinberg am Bisamberg nördlich von Wien. Es gedeihen dort saftige Feigen, Marillen, Mispeln, früh blühende Mandeln und vieles mehr. Ich versuche erhaltenswerte Arten, die dort natürlich vorkommen zu fördern, wie Osterluzeifalter, Wildbienen, Gottesanbeterin, etc und Pflanzen wie Osterluzei, Feengras, Weinberglauch, Vogerlsalat und anders.
Eine "Lieblingspflanze" auszuwählen fällt mir sehr schwer, weil es eben gerade die Vielfalt, die Wildnis, das bunte Durcheinander ist, das mich fasziniert. Weingartenknoblauch ist zumindest seit vielen Jahrzehnten, wahrscheinlich sogar noch viel länger am Standort angebaut worden. Als ich den Weinberg übernahm, fand ich ihn dort überall verwildert vor. Faszinierenderweise hat er bereits jetzt, nach wenigen Jahr der Kultivierung und Selektion, fast wieder die Grösse von ganz normalem Knoblauch erreicht. Wichtig für die Haltbarkeit des Knoblauches ist es, ihn rechtzeitig, im Pannonischen Raum Anfang Juli, zu ernten, solange die Aussenhaut noch geschlossen ist. Die Lagerung erfolgt dann trocken und kühl, aber auf keinen Fall gekühlt!
Beim Anbau habe ich mich nach einigen Experimenten fast vollständig auf das stupfen von Zehen im zeitigen Frühjahr verlegt, da es beim Anbau im Herbst bei mir zu trocken ist und die Fläche dann sehr lang und mühsam Unkrautfrei gehalten werden muss. Schon im Februar, oder sobald der Boden nicht mehr gefroren ist geht´s los: Kälte macht dem Weingartenknoblauch nichts aus, und so kann er gut die Winterfeuchtigkeit nützen und einwurzeln. Auch optisch gibt der Weingartenknoblauch einiges her: Mir gefällt sein besonderes Grün und die Blüte, die im Juni erscheint, sich mehrmals bizarr einringelt, und am Schluss, bei Vollreife sich wieder streckt und Brutknöllchen bildet, die auch zum Anbau verwendet werden können.
 
Ich wirtschafte biologisch, und nütze viele Erkenntnisse der Permakultur. Mein Boden ist Löss, teilweise sehr steinig. Hauptberuflich betreibe ich einen Bioladen am Spittelberg in Wien, dort werden auch die Überschüsse verkauft.
 
Zu den Fotos:
Foto 1: Norbert Ullrich im juni mit alten Ribiselsorten
Foto 2: Weingartenknoblauch / ARCHE NOAH

Norbert Ullrich bietet über das Sortenhandbuch neben Weingartenknoblauch  noch vieles Weiteres an. Zum Beispiel Feigen- und Mandelbäume.

Norbert Ullrich
Naturkost Spittelberg
A-1070 Wien
Spittelberggasse 24
tel 00431/5236192 fax 00431/5235721

 

KONTAKT & IMPRESSUM:

Verein ARCHE NOAH Gesellschaft für die Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt & ihre Entwicklung A-3553 Schiltern, Obere Straße 40 T: +43(0)2734/8626 E: info@arche-noah.at W: www.arche-noah.at ZVR 907994719