Der Reformprozess

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Die nächsten Schritte zur GAP Reform...

Die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP) läuft noch bis 2020. Der Reformprozess hat allerdings schon begonnen. ARCHE NOAH setzt sich für eine tiefgreifende Reform der GAP ein: Zentrale Umweltanliegen wie etwa die Erhaltung und aktive Nutzung genetischer Vielfalt müssen im Vordergrund stehen. Wir halten Sie am Laufenden!

Erster Schritt: GAP-Konsultation

 

Die Konsultation wurde von 2. Februar bis 2. Mai 2017 durchgeführt. ARCHE NOAH hat aufgefordert darauf zu antworten!

 
 

Die Konsultation “Consultation on modernising and simplifying the Common Agricultural Policy (CAP)“, welche vom 02.Februar 2017 bis 02.Mai 2017 lief, stellt den ersten Schritt in dem Reformprozess der GAP nach 2020 dar. 

ARCHE NOAH hat alle Mitglieder dazu aufgefordert, trotz der Schwierigkeiten des Multiple Choice Fragebogens, auf die Konsultation zu antworten, um ein nachhaltiges Nahrungsmittel- und Landwirtschaftssystem zu etablieren, das die Vielfalt von Kulturpflanzen schützt, nutzt und weiterentwickelt. Es wurde auch eine Musterantwort zur Verfügung gestellt.

 
 

Ergebnisse der GAP-Konsultation

 

Am 07.07.2017 wurden im Rahmen der Konferenz „The CAP: Have your say“ in Brüssel die Ergebnisse der öffentlichen Konsultation präsentiert.

 
 

Die Konsultation erhielt über 300.000 Antworten. Der Großteil davon kam aus der Zivilgesellschaft, die eine grundlegende Reform der GAP im Sinne von „öffentliches Geld für öffentliche Güter“ forderte. Umweltschutz und die Entwicklung hin zu einem fairen, ökologischen und nachhaltigen System wurde, wie auch von ARCHE NOAH, als größte Herausforderung benannt.

In der Konferenz, an der über 300 Vertreter*innen aus Politik, Agrarindustrie, Landwirtschaft und Zivilgesellschaft teilnahmen, zeigte sich wiederum die ungleiche Einbindung von verschiedenen Stakeholdern. Diese Praxis muss verändert werden, um die Vielfalt der europäischen Landwirtschaft in der zukünftigen GAP widerzuspiegeln.

 
 

Mitteilung der EU-Kommission über die Zukunft von Ernährung und Landwirtschaft

Die Europäische Kommission hat am 7. Juli in Brüssel eine halboffene Konferenz („The CAP: Have your say“) zur Zukunft der GAP abgehalten, in der die Ergebnisse der öffentlichen Konsultation und ihr Ansatz zur Folgenabschätzung vorgestellt wurden. Am 29. November 2017 hat die Kommission eine Mitteilung über die "Zukunft von Ernährung und Landwirtschaft" veröffentlicht, in der die verschiedenen Ziele der GAP für die Zeit nach 2020 thematisiert werden und ein neues "Bereitstellungsmodell" vorgeschlagen wird, das eine stärkere Einbeziehung der Mitgliedstaaten bei der Festlegung von Zielen und eines ergebnisorientierteren Ansatzes vorsieht.

 
 

Nächste Schritte?

Die Folgenabschätzung für die verschiedenen politischen Optionen wird im März diesen Jahres erwartet, gefolgt von einem Gesetzesentwurf im Frühjahr 2018.