Uhudler Vielfalt auftafeln

Petition

(c) Doris Steinböck, w.r.wagner/pixelio.de (Brokoli)

Petition gegen Patente auf Pflanzen und Tiere

Saatgutkonzerne lassen jetzt herkömmliches Obst und Gemüse patentieren, da ihnen Patente auf gentechnisch manipulierte Pflanzen nicht mehr ausreichen. Patente sind dazu da, um Erfindungen zu schützen, doch die Natur ist keine „Erfindung“! Die von Arche Noah, Bio Austria und Pro-Ge gemeinsam gestartete Petition "Keine Patente auf Pflanzen und Tiere" war 2016 ein voller Erfolg - mit 820.000 Unterschriften, davon ca. 128.000 aus Österreich, zeigte die Zivilgesellschaft ihre Unterstützung im Einsatz gegen Patente auf Leben.

„Kein Patent auf Leben!“ – Ein voller Erfolg!

Der Sinn und Zweck von Patenten ist es eigentlich, geistiges Eigentum an Produkten und Verfahren im Rahmen von Erfindungen zu schützen. „Eigentlich“, denn das Europäische Patentamt (EPA) patentiert in höchst fragwürdiger Interpretation des Europäischen Patentübereinkommens zunehmend herkömmliche Lebensmittel, wie etwa Tomaten, Paprika oder Brokkoli – und macht damit Allgemeingut zu Privateigentum. Die ARCHE NOAH spricht sich klar gegen diese Praxis und gegen Patente auf Leben aus. Häufig gestellte Fragen zum Thema Patente finden Sie hier.

Im Februar 2016 starteten deshalb die ARCHE NOAH, BIO AUSTRIA und die Produktionsgewerkschaft (PRO-GE) gemeinsam die Petition „Keine Patente auf Pflanzen und Tiere!“.

Unsere Anliegen erhielten breiten Zuspruch aus der Bevölkerung. Und auch prominente Unterzeichner wie ehemaliger Agrar-  und Umweltminister Nikolaus Berlakovich konnten für die Sache gewonnen werden. Im Juni 2016 war es dann soweit: Die Übergabe der ca. 820.000 Unterschriften (darunter ca. 128.000 aus Österreich) an die Europäische Patentorganisation (EPOrg) fand in München statt. Ein klares Zeichen gegen die Patentierung von Pflanzen und Tieren!

Ein weiterer Meilenstein 2016 in dem Prozess des Widerstands gegen die Patenterteilungspraxis des EPA war der historische Sammeleinspruch gegen ein von Syngenta eingereichtes Tomatenpatent. Denn mit einer Beteiligung von 65.000 Menschen aus 59 Ländern ist es der größte je erfolgte Sammeleinspruch gegen ein Pflanzenpatent in Europa. Lesen Sie hier mehr dazu.