Uhudler Vielfalt auftafeln

Vielfalt statt viel Macht

c Luc Viatour

Grünes Licht für Bayer-Monsanto - Rot für die Vielfalt

Die Übernahme des US-amerikanischen Konzern Monsanto im März 21.3.2018 trotz massiver zivilgesellschaftlicher Kritik u.a. vonseiten der ARCHE NOAH bewilligt. Das Unternehmen steigt damit schlagartig zum weltgrößten Anbieter von Saatgut und Pestiziden auf – negative Folgen für Vielfalt, Landwirt*innen, und Konsument*innen inklusive.

Stoppt die Monopolisierung von Saatgut durch 'Baysanto'!

Die Übernahme des US-Konzerns Monsanto durch Bayer wird es 'Baysanto' erlauben, rund 25 Prozent des internationalen Saatguthandels zu kontrollieren. Damit erlangt der Konzern gemeinsam mit anderen „Seed Giants“ zunehmend Kontrolle über die Grundlagen unserer Ernährung: Sie können maßgeblich beeinflussen, welche Pflanzen gezüchtet, angebaut und geerntet werden, was Saatgut kostet und wie unsere Lebensmittel in Zukunft produziert werden.

Diese Marktmacht basiert zu großen Teilen auf einer stark steigenden Anzahl von Patenten, die Saatgut, Nutzpflanzen und die Ernte bis hin zum Lebensmittel umfassen. In einem offenen Brief, den ARCHE NOAH gemeinsam mit rund 40 anderen Organisationen unterzeichnet hat, fordern wir, dass die Politik endlich wirksame Gegenmaßnahmen ergreift und nicht länger zulässt, dass das Europäische Patentamt die Grundlagen unserer Ernährung ausverkauft. Denn: Lebewesen sind keine Erfindung der Industrie! 

Hier geht's zur aktuellen Presseaussendung.

 
 
 

Wie kann es weitergehen?

Auf EU-Ebene: Der Beschluss der Kommission zeigt die Mängel des aktuellen Fusionskontrollsystems durch die europäische Kommission auf: Laut der EU-Fusionskontrollverordnung darf die EU-Wettbewerbsbehörde nur rein wettbewerbsrechtliche Fragen in die Beurteilung einbeziehen, gesellschaftliche und ökologische Auswirkungen finden dagegen keinerlei Berücksichtigung. Hier ist die österreichische und die EU-Politik dringend gefragt: Diese Rahmenbedingungen müssen sich ändern, um sicherzustellen, dass dem öffentlichen Interesse der europäischen Bevölkerung Vorrang zukünftig Vorrang vor Konzerninteressen zu geben.

In Österreich: ARCHE NOAH sieht zudem mehrere Möglichkeiten für die Bundesregierung, die negativen Konsequenzen der Fusion in Österreich zu dämpfen – etwa durch nationale Maßnahmen gegen Patente auf Saatgut, die Umsetzung eines nationalen Glyphosat-Verbots sowie die Förderung der Züchtung von standortangepasstem, biologischem Saatgut.

 
 
c Doris Steinböck

Petition: “Vielfalt statt viel Macht”

Im Oktober 2017 sind über 20.000 Menschen dem Aufruf der ARCHE NOAH in weniger als zwei Wochen gefolgt: Mit der Petition "Vielfalt statt viel Macht" gegen die Bewilligung der Fusion von Bayer und Monsanto durch die EU-Kommission konnten wir so ein starkes Zeichen gegen Vorstoß der Agrarriesen setzen.

Wir bedanken uns bei Ihnen herzlichst bei allen Unterstützer*innen! Mit Gegnern wie Baysanto haben wir es nicht leicht. Aber mit Ihrer Unterstützung können wir uns gemeinsam dagegen wehren und erfolgreich einen anderen Weg bauen – unseren gemeinsamen Weg der Vielfalt.

 
 
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