Nagoya Protokoll

für klare Regeln gegen Biopiraterie

Weltweit wurden seit Jahrzehnten lokale Gemeinschaften durch Biopiraterie entrechtet und geschädigt, der Zugang zu den eigenen Ressourcen durch geistige Eigentumsrechte versperrt, eine Beteiligung am erzielten Profit fand jedoch nicht statt. Das soll mit dem Nagoya Protokoll nun anders werden.

Um Biopiraterie zu unterbinden und Saatgut als Gemeingut zu sichern, müssen nun allerdings auch non-profit Akteure und Privatpersonen einen gewissen bürokratischen Aufwand in Kauf nehmen. Das System kann aber nur funktionieren, wenn alle Transfers der „genetischen Ressource“ nachvollziehbar bleiben.

Das Nagoya Protokoll kann als historisches Übereinkommen bezeichnet werden. Es ist fraglich, ob eine solche Vereinbarung heute nochmals zu erzielen wäre. Es gilt daher aus unserer Sicht, sie bestmöglich zu nutzen.

Nagoya Protocol Workshop

ARCHE NOAH-Workshop zum Nagoya Protokoll

24.-26.2.2017: Ein Wochenende in Wolkersdorf im Weinviertel. Um das Ende der Biopiraterie voranzutreiben und möglichst viele Mitglieder, Organisationen und Interessierte zu erreichen, veranstaltete die ARCHE NOAH einen Workshop zum Nagoya Protokoll. Dabei wurden die Rechte und Pflichten für LandwirtInnen und ErhalterInnen von Saatgut erklärt und die interne Umsetzung innerhalb der ARCHE NOAH und ihrer Partnerbetriebe vorgestellt. Außerdem wurden die Möglichkeiten, die uns die Bildung von „seed commons“ bieten, diskutiert.
Fazit: Es gilt zwar,  einige bürokratische Hürden zu meistern, doch bietet das Nagoya Protokoll eine einmalige Chance die illegale Nutzung von genetischen Ressourcen zu stoppen.