Obstbaumpatenschaft

Erhaltungswiese Spital

Die Vielfalt wächst!

Insgesamt betreuen wir eine Sammlung von mehr als 800 Bäumen von über 400 verschiedenen Sorten. Danke allen, die uns dabei unterstützen!

Infos aus der Sortenerhaltung

Unsere Pläne für den Obstherbst

Juni 2018: Für den Herbst 2018 planen wir weitere Auspflanzungen: Eine Sortenerhaltungswiese für Birnen, die Erweiterung der Pflaumensammlung und den Aufbau eines neuen Schwerpunkts im zu Kirschen. Parallel dazu kümmern wir uns um laufendes umfangreiches Monitoring der gesetzten Obstsorten, damit wir zukünftig auch genaue Aussagen über die Entwicklung der einzelnen Sorten an unterschiedlichen Standorten treffen können.

 
 

Mehr als 800 Patenbäume - eine tolle Zwischenbilanz

Obstwiese Atzling

April 2018: Auf einer neuen Sortenerhaltungswiese in Nacht (NÖ) konnten wir 70 weitere Bäume pflanzen. Auch die bestehende Wiese in Mank wurde um 10 neue Bäume erweitert und die Zwetschkenwiese in Purgstall wurde für die nächsten 10 Pflanzungen vorbereitet. Dadurch ist der Bestand an Bäumen auf den inzwischen zehn ARCHE NOAH Streuobstwiesen auf insgesamt 803 Bäume mit 458 unterschiedlichen Sorten angewachsen.
Die Jungbäume entwickelten sich trotz der widrigen Wetterumstände (Starkregen, Hagel und Trockenheit) im heurigen Jahr sehr gut. Zum Glück hat der Hagel zwei Wochen nach der Pflanzung keine nachhaltigen Schäden hinterlassen. Vor allem durch die intensive Betreuung vor Ort durch die beiden ausgebildeten Obstbaumpfleger Hans und Johannes Lechner habe die Bäume ein langes Leben vor sich.

 
 

Forschung: Baumscheiben-Test

Oktober 2017: Bei einem Mitglieder-Aktiv-Tag zum Thema Baumscheiben-Pflege zeigten drei ARCHE NOAH ExpertInnen wie man bei Jungbäumen die Baumscheibe anlegt und pflegt. Baumscheiben sind v.a. für Jungbäume wichtig, um eine ausreichende Versorgung mit Wasser und Nährstoffen zu gewährleisten. Das regelmäßige Freilegen (Hacken) der Baumscheibe kann außerdem helfen Wühlmäuse zu vertreiben. Die rund 40 Baumscheiben sind im ARCHE NOAH Schaugarten in Schiltern zu bewundern.

Dabei haben wir unterschiedliche Varianten der Gestaltung einer Baumscheibe vorgestellt und gleich gemeinsam praktisch umgesetzt:
•    gehackter, offener Boden
•    gehackt, dann fertige Pressholz-Platte und mit Mulchmaterial abgedeckt
•    gehackt, dann Kartonage und mit Mulchmaterial abgedeckt
•    2 unterschiedliche Mulch-Materialien: Miscanthus-Mulch und Stroh
Ein Teil der Baumscheiben soll noch mit Beinwell oder Wiesen-Erdbeeren bepflanzt werden. Alle Baumscheiben-Varianten werden in den nächsten Jahren evaluiert. Die besten Varianten kommen den Bäumen auf den zukünftigen Sortenerhaltungswiesen zum Einsatz.

 
 

Mostbirnen Gefährdete Riesen

Roregger Mostbirne Krenn

Oktober 2017: Die Mostbirne zählt zu den besonders gefährdeten Obstarten. Nur der Langlebigkeit dieser Riesen ist es zu verdanken, dass heute noch dutzende Sorten in Österreichs existieren, deren Anzahl jedoch dramatisch abnimmt. Diesem Sortenschwund wird ARCHE NOAH mit dem Aufbau einer eigenen Mostbirnensammlung begegnen. Die ersten 34 Sorten aus Kärnten sind schon in Vermehrung. Derzeit sind wir dabei die Sichtungen der Mostbirnen au dem Mostviertel zu bearbeiten und die seltenen Sorten für unsere Erhaltung zu vermehren.

 
 

Auf der Suche nach Spänlingen, Kriecherln, Pemsen, Bidlingen und Co!

Oktober 2017: Bei "Vielfalt Auftafeln" ging es 2017 um die Zwetschke und ihre halbwilden Verwandten – welche leider bei uns immer weniger zu finden sind. Für die Obstausstellung am Traunsee konnten wir über 250 verschiedene Fruchtmuster sammeln. Diese wurden von uns soweit wie möglich bestimmt und in unsere Datenbank aufgenommen. Einige der sehr seltenen Sorten werden wir in unsere Obstsortensammlung aufnehmen und 2018 auf einer unserer Erhaltungswiesen auspflanzen.

 
 

Wir stellen vor "Unsere Obstbaumpfleger"

Alois Lashofer

August 2017: Unsere Streuobstwiesen werden teilweise von lokalen Obstexperten - so wie Alois Lashofer - vor Ort betreut. Alois ist begeisterter Obstbaumpfleger und hütet, neben seinen eigenen vielfältigen Streuobstwiesen, die Arche Noah Sortenerhaltungswiese in Atzling wie einen besonderen Schatz. Neben dem Mähen der Wiese hat er zwischen den Obstbäumen bereits ca. 60 verschiedenen Beerenobststräucher gepflanzt.

Zu seinen Aufgaben zählt neben der Mahd auch die Freihaltung der Baumscheiben und die monatliche Begutachtung der Bäume.

 
 

Erweiterung und Eröffnung Sortenerhaltungswiese Blumau

April 2017: Im Frühjahr haben wir die Sortenerhaltungswiese in Blumau um weitere 40 Bäume erweitert. Insgesamt haben wir jetzt 87 junge Bäumchen in Blumau gepflanzt - entsprechend der einzigartigen Gestaltung der Hundertwasser Therme nicht in geraden Linien, sondern entlang verschlungener Wege. Mit den Jahren wird hier eine naturnahe, arten- und sortenreiche Streuobstwiese entstehen. Die Sortenerhaltungswiese wurde anläßlich der 20 Jahr Feier der Therme Blumau feierlich eröffnet.

 
 

Bäume suchen noch Patinnen und Paten

Auf unseren neuen Erhaltungswiesen können noch Patenschaften für Obstbäume übernommen werden.

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Obstbaumpaten-News 2016

 
 

Die Hälfte ist gepflanzt

Baum Mostlandhof

November 2016: In der Nähe von Pyhra bei St. Pölten wurde auf einer neuen Sortenerhaltungswiese der 600. Erhaltungsbaum ausgepflanzt. Damit haben wir etwa die Hälfte der Bäume gepflanzt, die wir bis 2020 zur Sortenabsicherung setzen möchten. In Kürze beginnt der Schnitt von Edelreisern, für die nächstjährige Produktion der Bäume. Ein Schwerpunkt wird diesen Winter auf der Absicherung von seltenen Sorten aus dem Sortengarten der Universität für Bodenkultur liegen. Diese umfangreiche Obstsammlung muss aus Platzgründen aufgelassen werden und Arche Noah wird jene Sorten übernehmen, die nicht oder unzureichend in anderen Genbanken abgesichert sind.

Die Bäume haben sich diesen Sommer dank der regelmäßigen Niederschläge Großteils seht gut entwickelt und zeigen kräftigen Zuwachs. Lediglich zwei Birnen sind in der Saison abgestorben und wurden bereits durch neue Bäume ersetzt. Wir liegen damit weit unter den üblichen 5 bis 10 Prozent an Ausfällen, mit denen im Schnitt gerechnet werden muss. Der viele Regen brachte aber auch einen hohen Krankheitsdruck mit sich, vor allem Zwetschken waren stark mit Pilzen befallen und warfen das Laub schon früh ab. Für die Entwicklung der Bäume war das jedoch kaum ein Nachteil.

 

Danke unseren Patinnen und Paten

Mai 2016: Rund 500 Patinnen und Paten unterstützen uns mit einer Patenschaft für einen Obstbaum. Insgesamt konnten wir so derzeit genau 300 verschiedene Sorten mit zumindest einem Baum absichern, von einigen Sorten stehen bereits mehrere Bäume an unterschiedlichen Standorten. Ziel ist es, von jeder gefährdeten Sorte fünf Bäume zu pflanzen. Verteilt auf die einzelnen Sorten wurden 193 Apfelsorten, 36 Birnen, 18 Kirschen, 12 Marillen und 41 Sorten aus der Pflaumenverwandtschaft von Zwetschke über Kriecherl bis Zibartel abgesichert. Alle Infos zu den Sortenerhaltungswiesen auf der Patenschaftsseite.

Liste der über Patenschaften abgesicherten Sorten.

 
 

Kooperation mit Rogner Bad Blumau gestartet

Pflanzung Blumau

November 2016: Am 16. November pflanzten wir gemeinsam mit Robert Rogner sen. den ersten Obstbaum auf einer Sortenerhaltungswiese direkt am Gelände der Therme Rogner Bad Blumau. Im Rahmen einer langjährigen Kooperation kann ARCHE NOAH am Thermengelände 200 Bäume von gefährdeten Obstraritäten auspflanzen. Gepflegt werden die Bäume und die Wiese von unseren Obstexperten und den Gärtnern vor Ort. Gleichzeitig wollen wir gemeinsam mit der Therme ein Programm entwickeln, das den Thermenbesuchern genussvoll die Entdeckung der Sortenvielfalt möglich macht. Natürlich wird es auch möglich sein, für die Bäume Patenschaften zu übernehmen. Freuen wird das besonders die Stammgäste der Therme, die ihren jährlichen Erholungsurlaub mit einem Besuch 'ihres' Baumes verknüpfen können.

Mit der Therme Rogner Bad Blumau haben wir einen Partner gefunden, der einerseits kompromisslos auf Nachhaltigkeit und biologische und regionale Lebensmittel setzt und dem andererseits auch der Zugang zu Vielfalt am Herzen liegt. Auch den Architekten der Therme, Friedensreich Hundertwasser, hätte die Kooperation wohl gefreut, war doch die Integration von Bäumen in den Lebensraum für ihn immer ein wichtiges Anliegen.

Wir freuen uns auf die zukünftige gemeinsame Arbeit und um es mit den Worten der Direktorin der Therme Blumau Melanie Franke zu sagen: "Wir sind jetzt miteinander verpflanzt!"

© Abbildung: Patrick Nummer, Rogner Bad Blumau

 
 

Fotogalerie

Hier einige Impressionen von den Pflanzungen und den verschiedenen Erhaltungswiesen Bilder ansehen

 
 
Handbuch Bio-Obst

Ein Standardwerk zum Obstbau

Oktober 2016: Bester Gartenratgeber 2017! Auf über 500 Seiten werden von der Planung bis zur Ernte alle wichtigen Aspekte der Kultur der unterschiedlichsten Obstgehölze erläutert. Illustriert mit über 800 Bildern zeigt es Schritt für Schritt die richtige Pflanzung oder die Veredelung von Obstgehölzen. Auch dem Schnitt von Obstbäumen wird ausführlich dargestellt. Umfangreiche Sortenempfehlungen für die viele Obstarten helfen, für jeden Garten bzw. jede Streuobstwiese die passende Sorte zu finden. Das Buch wurde von den Arche Noah Obstexperten Johannes Maurer und Bernd Kajtna gemeinsam mit der Gartenbuchautorin Andrea Heistinger verfasst. Erhältlich im ARCHE NOAH OnlineshopEin Interview mit den Autoren finden Sie im neuen Arche Noah Magazin.

 
 
Sorten sammeln

Forschungsschwerpunkt Eisenwurzen

September 2016: In unserem derzeitigen Schwerpunktprojekt erforscht das ARCHE NOAH Obstteam die Obstsorten in der Region Eisenwurzen (Steiermark). Bedingt durch den Frost trugen nur wenige Bäume Früchte, dabei waren aber einige Sorten, die wir nicht identifizieren konnten. Diese Sorten weiter zu untersuchen ist besonderes interessant, da sie entweder eine höhere Frostwiederstandsfähigkeit der Blüten haben oder zu einem späteren Termin erst blühen. Für klimatisch sehr rauen Regionen wie der Eisenwurzen sind solche Eigenschaften für die Zukunft besonders interessant, da durch die Klimaveränderung die Blüte früher einsetzt und gleichzeitig nachts aber noch große Frößte auftreten.

 
 

Internationales Pomologentreffen

Oktober 2016: Am 21. und 22. Oktober 2016 fand das Internationale Pomologentreffen in Ligist in der Weststeiermark statt. ARCHE NOAH organisierte dieses jährliche Treffen der Pomologinnen und Pomologen (= Obstsortenkundige) und wir konnten uns über 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer freuen.

Das Treffen stand im Zeichen von Citizen-Science – also der Involvierung der Bevölkerung in Forschung. Dabei wurden verschiedene Beispiele aufgezeigt, wie etwa das Naturbeobachtungsprogramm „Naturverrückt“, das unter anderem von der Zentralanstalt für Meteorologie betrieben wird. Freiwillige aus ganz Österreich dokumentieren dabei einfach und spielerisch, wie die Vegetation bei ihnen verläuft. Die ExpertInnen können so die Veränderung des Klimas besser nachvollziehen. Ähnliche Programme wären auch für die Suche seltener Obstsorten vorstellbar, wie die Teilnehmer eines entsprechenden Workshops festhielten.

Bei der abschließenden Diskussion zeigte sich, dass das Einbeziehen der Bevölkerung in die Suche und den Erhalt von Obstsorten eine wichtige Aufgabe von Erhaltungsorganisationen ist. Denn einerseits sind die Baumquellen so weit verteilt, dass eine Erhebung durch ExpertInnen alleine unmöglich ist. Andererseits kann ein entsprechendes Verständnis und die Begeisterung für die Obstvielfalt nur dann gelingen, wenn die Erhaltungsarbeit angreifbar ist.

 
 
 
 
 
Martin Engelmeier

Kontakt

Ing. Martin Engelmeier
Obstsammlung & Obstpatenschaften
martin.engelmeier@arche-noah.at