Obstsortensammlung

Apfelausstellung

Vielfalt an Form, Farbe und Geschmack

365 Sorten von Apfel, Birne, Pflaume, Kirsche und Marille umfasst die Obstsammlung der ARCHE NOAH. Manche davon stehen in unseren Erhaltungsgärten, andere bei Paten und Partnern. Unser Ziel ist, immer fünf Bäume an verschiedenen Standorten zu pflanzen. So kann sicher gestellt werden, dass die Sorte die nächsten Jahrzehnte überlebt.

Die Erhaltung von Obstsorten

Äpfel Vielfalt

Warum gibt es so viele Sorten?

Niemand weiß genau, wieviele Obstsorten es in Österreich gibt. Die Schätzungen reichen von 800 bis 2.000 Sorten. Vor allem beim Apfel ist die Vielfalt immens. Der Grund dafür liegt in den Genen der Äpfel. Unser Kulturapfel ist eine zufällige Kreuzung aus mehreren Wildapfelarten. Die unterschiedlichen Gene dieser Wildarten sind noch in den heutigen Sorten zu finden. Jedes Mal, wenn ein Kern in einem Apfel gebildet wird, mischen sich diese Gene neu. Wächst aus diesem Kern ein Apfelbaum, ist theoretisch eine neue Sorte entstanden. Sehr oft tragen solche Sämlingsbäume aber kleine, eher ungenießbare Früchte, und nur, wenn sie zufällig gute Früchte entwickeln, sprechen wir von einer neuen Sorte.

 
 

Die Obstsortensammlung

Obstorten zu erhalten bedeutet viele Obstbäume zu pflegen. Auf drei Obsterhaltungswiesen haben wir insgesamt 250 Obstbäume ausgepflanzt. Dazu kommen noch Flächen von Partnern, auf denen weitere 60 Bäume wachsen. Manche Sorten haben wir zwei Mal auf verschiedenen Wiesen gepflanzt, von vielen Sorten gibt es aus Platzgründen nur einen Baum.

Ein zweiter, sehr wichtiger Teil der Sammlung ist die Datenbank. Dort sind über 3.200 Bäume mit Sorte und Standort registriert. Es sind die Bäume, die wir bei unseren Erhebungen finden. Mehr als 900 verschiedene Sorten sind dort vermerkt, und nicht wenige davon sind noch namenlos – denn eine Sorte, die nie in einem Buch veröffentlicht wurde, hat offiziell keinen Namen.

 
Kirschenblüte Schaugarten 2

Auf der Obstwiese im ARCHE NOAH Schaugarten wachsen neben alten Bäumen viele Jungbäume von gefährdeten Sorten.

Werden sie Obstbaumpatin/pate von einem dieser Bäume

 

Der Wert der Sammlung

Die Früchte unserer Sammlung sind vielfältig. Sie unterscheiden sich in Größe, Färbung, Form, Geschmack und zahlreichen anderen anderen Eigenschaften. Manche der Sorten sind z.B. besonders gesund, andere wiederum extrem anspruchslos oder frosthart. Alle diese Eigenschaften liegen wieder in den Genen begründet – dem Bauplan der Früchte. Durch die große Sortenvielfalt bleibt so die ganze Bandbreite an Genen erhalten und kann für die Züchtung genutzt werden. Das wird in Zukunft immer wichtiger werden, da ein Großteil der modernen Apfelzüchtungen auf nur sechs Apfelsorten zurück geht.

Für den „Verbraucher“ oder die Verbraucherin ist der unmittelbar wichtige Wert der Sorten ihr vielfältiger Geschmack. Der Unterschied im Geschmack von Äpfeln liegt nicht darin, ob sie süß, süß/sauer oder sauer sind. Es sind vielmehr unzählige Aromen, die sich in den alten Sorten noch finden. „Himbeerapfel von Holovous“, „Lavanttaler Bananenapfel“ oder „Köstliche aus Charneau“ – solche Namen weisen darauf hin, dass geschmacklich beim Obst viel zu entdecken ist!

 
 
 
Elisabeth Schüller

Kontakt

DDipl.Ing. Elisabeth Schüller
Leitung Fachbereich Obst
T: +43 (0)676 558 53 99
elisabeth.schueller@arche-noah.at

 
Martin Engelmeier

Kontakt

Ing. Martin Engelmeier
Obstsammlung & Obstpatenschaften
martin.engelmeier@arche-noah.at

 
David Brunmayr

Kontakt

David Brunmayr, MSc
Obstberatung & Obstsammlung
T: +43 (0)676 931 81 80
david.brunmayr@arche-noah.at