Paradeiser-Patenschaft

Hier informieren wir unsere Paradeiser-Pat*innen

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung! Hier möchten wir Ihnen einen Einblick in unsere Arbeit vermitteln und berichten, was mit Ihrer Hilfe bereits alles umgesetzt werden konnte.

Unser Gartenjahr zum Nachlesen

Paten-Paradeiser: Saison 2017

 

Den eigenen Paradeiser verspeisen…

Juli 2017:  Rund 20 Paradeiser-Pat*innen konnten am Biohof Fairleben von Margit und Josef Mayr-Lamm Ihre Patensorten über Gaumen und Auge kennenlernen. Nach dem Besuch der Paradeiserraritäten in Tunnel und Freiland wurden als Höhepunkt die Patensorten verkostet. Die Veranstaltung fand einen gemütlichen Ausklang mit Mozzarella, Paradeiser und Basilikum.

 

Vier Sorten im Portrait

Weiterlesen...
 
 

Tomate 'Mango'

An dieser Sorte arbeitet Peter Lassnig vom Gärtnerhof Ochsenherz schon seit einigen Jahren. Ursprünglich stammt das Saatgut aus den USA und geht auf die Sorte ‘Valencia‘ zurück. Sie zeichnet sich durch ihre ovale, satt gelb glänzende Fruchtfarbe, den milden Geschmack und die besonders sämige Konsistenz aus. Im Wuchs war die Sorte ursprünglich begrenzt wachsend und dadurch schon relativ zeitig mit der Ernte zu Ende.
Durch intensive Selektionsarbeit, indem besonders vielversprechende Einzelpflanzen dieser Sorten ausgewählt
und nebeneinander abermals nachgebaut und bewertet wurden, konnte die Sorte verbessert werden. Die Pflanzen sind nun unbegrenzt wachsend und können bei guter Witterung durchaus bis in den Oktober hinein beerntet werden. Besonderen Wert wurde auf die Erhaltung der guten Fruchteigenschaften gelegt.

 
 
Feuerwerk

Tomate 'Feuerwerk Jaklhof'

Am biologisch bewirtschafteten Jaklhof hat man sich einem Paradeiser mit ganz besonderer Musterung verschrieben. ‘Feuerwerk‘ zeichnet sich durch einzigartige helle, teilweise verkorkte Flecken auf rotem Untergrund aus. Während die innere und äußere Fruchtqualität einem Feuerwerk ähnelt, lässt hingegen die Pflanzengesundheit der Sorte doch einiges zu wünschen über. Aufgrund dieser Anfälligkeit gegenüber verschiedenen Krankheiten, wird sie heute nur selten angebaut.
Mit dem Ziel die besondere ‘Feuerwerk‘-Fruchtqualität mit einer verbesserten Robustheit zusammenzuführen, wurden vor zwei Jahren am Jaklhof erste Kreuzungen durchgeführt. Seit damals hat sich diese Idee zu einem vielversprechenden Zuchtprojekt weiterentwickelt. Nur das Saatgut der gesündesten und geschmacklich besten Pflanzen wird beerntet und im nächsten Jahr wieder ausgesät. So kann über Jahre eine neue samenfeste Sorte entstehen, die die bewährte ‘Feuerwerk‘-Fruchtqualität mit einer für den biologischen Erwerbsanbau erforderlichen Ertragssicherheit kombiniert.

 
 

Tomate 'Aroma Cocktail'

Die Gärtnerin Monika Mühr bekam diese Zufallskreuzung von einem kleinen biologisch wirtschaftenden Züchterbetrieb in Deutschland weitergereicht. Das Besondere dieser Sorte ist ihre Form, eine kleine Spitze am Fruchtende und ihr süßer aber gleichzeitig säuerlicher Geschmack mit einer fruchtigen Aromanote. Darüber hinaus ist sie im Folientunnel sehr reichtragend, im Freiland bewährt sie sich in trockenen Jahren. Da es sich um eine Kreuzung zwischen zwei Sorten handelte, waren die Einzelpflanzen noch recht unterschiedlich in Fruchtform, Geschmack, aber auch in ihrer Wüchsigkeit und Erntemenge.
In den vergangenen zwei Jahren wurden die besten Pflanzen markiert und von ihnen das Saatgut geerntet. Wir haben den Geschmack, den Fruchtansatz, die Einheitlichkeit und die Pflanzengesundheit beurteilt. Insgesamt sind wir mit zwei herausselektierten Typen sehr zufrieden und wollen die Sorte so in guter Qualität in die nächsten Jahre führen.

 
 

Tomate ‘Herzparadeiser‘

Am Biobetrieb Fairleben haben Fleischparadeiser eine wichtige Bedeutung, denn sie sind von den Kund*innen gefragt und von der Betriebsleiterin Margit Mayr-Lamm geliebt. So kam auch die Sorte ‘Herzparadeiser‘ – eine Tomate des Typs Ochsenherz auf den Betrieb und ist bis heute aufgrund ihres Geschmacks und der feinen Konsistenz unangefochten. Im Anbau im Folientunnel wurde aber bald klar, dass die Sorte sich noch verbessern lässt, insbesondere was den Ernteverlauf, die Wüchsigkeit und Gesundheit betrifft.
In den vergangenen zwei Jahren wurden die schönsten Einzelpflanzen mit einer frühen Reifezeit, mit vielen früchtetragenden Rispen, die gesund und wüchsig waren markiert und einzeln beerntet. Die Pflanzen wurden wieder separat im Folgejahr angebaut und verglichen. In den nächsten Jahren soll die Sorte weiterhin gut gepflegt werden, um die über Selektion erreichten Verbesserungen stabil zu erhalten.

 
 
 
 
 

Kontakt

DI (FH) Franziska Lerch
Bildungsarbeit & Sortenentwicklung
T: +43 (0)676-563 50 05
franziska.lerch@arche-noah.at