Das Symposium & Programm

Geleitwort

Christian Schrefel ist Obmann der ARCHE NOAH. Es war ihm ein Herzensanliegen, dieses Symposium zu veranstalten. Er sagt, warum. Das Geleitwort lesen

 
 

"Vielfalt ist nicht nur schön und wohlschmeckend. Sie ist auch politisch umkämpft. Es geht um Umwelt- und Naturschutz, Marktmonopole, Bauernrechte und KonsumentInnenwünsche. Im Zentrum steht die Frage: Wie können wir alle satt werden, ohne dabei die Umwelt zu zerstören? Welche Rolle spielt dabei die Kulturpflanzenvielfalt? Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Vereins ARCHE NOAH rücken wir den sozio-politischen Aspekt der Viefalt in den Fokus. Ich freue mich sehr auf die Beiträge unseres hochkarätigen Podiums und wünsche uns allen eine spannende Veranstaltung. Die ARCHE NOAH wird sich weiterhin konsequent dafür einsetzen, dass wir den Weg in Richtung einer agrarökologischen Wende gehen."

christian.schrefel@arche-noah.at

 
 
 
Arche Noah/schewigfotodesign

Das war das Programm

Das Symposium fand am 10. November 2015 in der Urania in Wien statt. Detailliertes Programm

 
 

Was hat Kulturpflanzenvielfalt mit nachhaltiger Landwirtschaft zu tun?
Kann man als LandwirtIn mit Vielfalt ein Auskommen finden? Braucht
Europa noch mehr Monokulturen, um „die Welt ernähren“ zu können?
Kann die Kulturpflanzenvielfalt zur Erreichung der globalen nachhaltigen
Entwicklungsziele der UN beitragen?

Vandana Shiva, Trägerin des alternativen Nobelpreises
Chee Yoke Ling, Direktorin des Third World Network
Benedikt Haerlin von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft
Margit Mayr-Lamm vom oberösterreichischen Biobetrieb fairleben

Rahmenprogramm:

special guest „Fräulein Brehms Tierleben“ // Radikale Natur-Küche
mit Sorten-Raritäten von Slow Koch & Autor Johann Reisinger //
Verkostung alter Obstsorten

Moderation: Elke Ziegler (ORF / Ö1)


Hier können Sie sich das Überblicksprogramm und das Vortragsprogramm herunterladen.

 

   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
 
 
 
ARCHE NOAH / Schiltern

Vielfalt ernährt die Welt?

Erfahren Sie, was hinter diesem Thema steckt. Weiterlesen

 
 

Warum wir unseren 25. Geburtstag mit diesem Thema begehen

Wozu hat die ARCHE NOAH 600 Tomatenherkünfte im Samenarchiv – würden nicht auch 60 reichen? Was hat Kulturpflanzenvielfalt mit nachhaltiger Landwirtschaft zu tun? Sind „alte Sorten“ nur etwas für den Hausgarten, oder kann man als Landwirtin mit Vielfalt ein Auskommen finden? Wie können die Sustainable Development Goals, also die nachhaltigen Entwicklungsziele, der Vereinten Nationen erreicht werden? Brauchen wir noch mehr Monokulturen, um 10 Milliarden Menschen zu ernähren?

Die VertreterInnen der Grünen Revolution haben rasch die Antwort parat: Weitere Intensivierung in der Landwirtschaft sei die Lösung des Problems. Magische Ertragssteigerungen mithilfe des Einsatzes von Hochzuchtsorten werden versprochen. Neulich spricht man hier gerne von „Nachhaltiger Intensivierung“, um wirtschaftlichen Partikularinteressen einen grünen Anstrich zu geben.

Der Weltagrarbericht – die umfassendste wissenschaftliche Studie zum Thema – sagt etwas anderes: Weitermachen wie bisher – das geht nicht, sonst fahren wir gegen die Wand. Hunger ist ein multifaktorielles Problem und kann nur lokal nachhaltig besiegt werden. Dabei spielen – neben vielen anderen Faktoren – auch die Agrobiodiversität und der Einsatz von vielfältigen Lokalsorten eine wichtige Rolle.

Der Titel des Symposiums „Vielfalt ernährt die Welt“ ist dem Leitgedanken verschrieben, dass nur vielfältige, systemische Ansätze eine zukunftsweisende Lösung bringen können. Wir möchten zu dieser Diskussion beitragen, indem wir die Rolle von Sortenvielfalt und alternativen Saatgutsystemen als einen von vielen Faktoren, die zur Lösung beitragen, vor den Vorhang holen.