Aktuelles

Pavillon, Naschgarten und Getreide im ARCHE NOAH Schaugarten Schiltern (c) Doris Steinböck

Worüber ARCHE NOAH informiert

Aktuelles aus unserer Medienarbeit.

Aktuelle Presseinformationen

EU-Saatgutrecht: Allianz für Kulturpflanzen-Vielfalt übergibt wertvolles Saatgut an EU-Abgeordnete in Brüssel

21.2.2024: Brüssel – Vertreter:innen von ARCHE NOAH, IFOAM Organics Europe und dem biodynamischen Verband Demeter International Saatgut an Abgeordnete des Europäischen Parlaments überreicht – darunter Herbert Dorfmann von der Europäischen Volkspartei, Berichterstatter des Parlaments zum Saatgutrecht, und Martin Häusling und Sarah Wiener von den Europäischen Grünen. Die Übergabe ist Teil einer Kundgebung von Saatgut-Organisationen, Gärtner:innen und Landwirt:innen aus zwölf verschiedenen EU-Mitgliedstaaten vor dem Europaparlament in Brüssel. 

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ARCHE NOAH Expertin informiert EU-Ausschüsse für Landwirtschaft und Umwelt

27.11.2023: Brüssel – Die Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt muss im EU-Saatgutrecht oberste Priorität haben. Mit dieser Forderung muss sich der Agrar-Ausschuss des EU-Parlaments auseinandersetzen. Die 96 Abgeordneten diskutieren heute, Montag, nach einem gemeinsamen Hearing mit dem Umweltausschuss die Vorlage des zuständigen Berichterstatters Herbert Dorfmann (EVP). Nur drei Expert:innen stehen dabei ab 15 Uhr zur Verfügung. Eine davon ist die ARCHE NOAH Expertin für Saatgut-Politik, die oberösterreichische Ökonomin Magdalena Prieler.

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Neues EU-Saatgut-Recht: heutiger Parlamentsbericht

16.11.2023: Brüssel, Schiltern – Parlamentsbericht versäumt es, Bedrohung von Vielfalt und Menschenrechten abzuwenden. ARCHE NOAH: Heutiger Bericht des EU-Parlaments zur neuen Saatgutverordnung ist nur ein Anfang – weitere Verbesserungen notwendig.

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Europäische Saatgutbewegung ruft auf: "Hoch die Gabeln" für die Vielfalt! Internationale Petition fordert EU-Institutionen auf, den Vorschlag für das neue EU-Saatgutrecht zu überarbeiten

November 2023: Brüssel, Florenz, Schiltern – Heute starten mehrere Organisationen der Saatgutbewegung die EU-weite Petition „Raise our forks for diversity“. Sie fordern deutliche Verbesserungen des Vorschlags zu einem neuen EU-Saatgutrecht, den die EU-Kommission im Juli 2023 vorgelegt hat. “Wir fordern die Abgeordneten zum Europäischen Parlament und die EU-Agrarminister:innen auf, dafür zu sorgen, dass das Saatgutrecht die Vielfalt auf den Feldern und in den Gärten stärkt und die Grundlage für ein nachhaltiges, widerstandsfähiges sowie vielfältiges Saatgut- und Lebensmittelsystem in Europa schafft”, so Magdalena Prieler, Referentin für Saatgutpolitik der österreichischen Organisation ARCHE NOAH in Brüssel.

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European seed movement calls: Raise our forks for diversity! New international petition demands that EU institutions rehaul seed law proposal

November 2023: Brussels, Florence, Schiltern – Today several seed movement organisations launch the EU-wide petition
“Raise our forks for diversity!”. They demand significant improvements of the EU seed legislation
proposal tabled by the European Commission in July 2023. Members of the European Parliament and EU
Agricultural Ministers are asked to ensure that the seed laws support diversity on fields and in gardens,
and lay the foundation for sustainable, resilient and diverse seed and food systems in Europe. “The EU
seed law reform is a key decision for the future of our food and agriculture. We have to raise our forks for
diversity on our fields and plates and against laws that only serve the agro-industry”, the organisations
demand. “Every voice for diversity, every signature counts now!”

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Saatgut-Rechts-Reform und Neue Gentechnik: Doppelter Angriff auf unser Saatgut!

Juli 2023:  Am 5. Juli hat die EU-Kommission das „Food and Biodiversity Package" vorgelegt, das u. a. die neue „EU-Saatgut-Verordnung" und einen Gesetzesvorschlag zur Deregulierung der „Neuen Gentechnik" enthält. „Wir sind bestürzt über diesen Angriff auf unser Saatgut und die Kulturpflanzenvielfalt in Europa“, sagt Magdalena Prieler, politische Referentin für ARCHE NOAH in Brüssel. „Mit diesen Vorschlägen laufen wir Gefahr, dass globale Konzerne die vollständige Kontrolle über unsere Ernährung erlangen. Die Agrar-Minister:innen und das EU-Parlament müssen jetzt umlenken!"

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AVISO: EU-Kommission veröffentlicht Vorschlag zu neuem Saatgutrecht

Juni 2023: Am Mittwoch, den 5. Juli 2023, legt die EU-Kommission voraussichtlich das sogenannte „Food and Biodiversity Package“ vor. Darin enthalten sind vier Gesetzesvorschläge: Neue Gentechnik, Bodengesundheit, Abfallrahmenrichtlinie – und nicht zuletzt eine Reform des vollkommen veralteten Saatgutrechts. „Die Saatgutrechts-Reform wird die Spielregeln für den europäischen Saatgutmarkt für die nächsten Jahrzehnte festlegen“, sagt Magdalena Prieler, politische Referentin bei ARCHE NOAH in Brüssel: „Die EU-Kommission muss mit dem Gesetzesvorschlag einen Kurswechsel einleiten und die Kulturpflanzenvielfalt von ihren rechtlichen Fesseln befreien.“

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English:
EU Commission publishes proposal on new seed law

June 2023: On Wednesday, 5 July 2023, the EU Commission is expected to present the so-called "Food and Biodiversity Package". It contains four legislative proposals: New Genetic Engineering, Soil Health, Waste Framework Directive – and last but not least a reform of the outdated seed marketing legislation. "The seed law reform will set the rules of the game for the European seed market for decades to come," says Magdalena Prieler, policy officer at ARCHE NOAH in Brussels. ARCHE NOAH is an Austria-based association for the conservation, development and distribution of the diversity of cultivated plants. The association has one of the largest private collections of cultivated plants in Europe, with over 5.000 accessions in its seed archive in Schiltern bei Langenlois, near Vienna, "The EU Commission must initiate a change of course with the legislative proposal and free crop diversity from its legal shackles".

For further details see the press release (English).
 

 
 

Patente: Traditionelle Pflanzenzucht und Ernährungssicherheit gefährdet

Juni 2023: Nach aktuellen Recherchen von Keine Patente auf Saatgut! sind bereits mehr als 1.000 konventionell gezüchtete Pflanzensorten von europäischen Patenten betroffen. Diese Entwicklung ist bisher von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt geblieben, obwohl laut europäischer Gesetze die Patentierung von Pflanzensorten verboten ist. In der Folge steht die Pflanzenzucht in Europa vor einer schweren Krise, traditionelle Züchter:innen müssen befürchten, dass sie ihre bisherige Handlungsfreiheit schon bald verlieren. Auf diese Probleme weist ein aktueller Bericht von Keine Patente auf Saatgut! hin.

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Neue Gentechnik: Geleakter EU-Vorschlag ist Einfallstor für komplette Monopolisierung von Saatgut

Juni 2023: Am 5. Juli 2023 will die EU-Kommission einen Vorschlag zur völligen Entfesselung der Neuen Gentechnik präsentieren. In den letzten Tagen wurde der Entwurf dazu an die Öffentlichkeit geleakt. „Gentechnik ist ein Einfallstor für die komplette Monopolisierung von Saatgut durch Großkonzerne“, warnt Katherine Dolan, Leiterin des Bereichs Saatgutpolitik bei ARCHE NOAH. Durch Patente auf Saatgut wird die Nutzung spezifischer Eigenschaften in der Pflanzenzucht auf die Patentinhaber:innen (z.B. Corteva, Bayer/Monsanto, BASF, Syngenta/ChemChina) eingeschränkt.

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Offener Brief an die EU-Kommission zur Reform des Saatgutrechts

Mai 2023: Am 31. Mai verschickte ARCHE NOAH einen offenen Brief von 38 Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft und Saatgut aus 20 Ländern an die EU-Kommission. Das Thema: die Reform des EU-Saatgutrechts, also jener Vorschriften für die Erzeugung und das Inverkehrbringen von Pflanzenvermehrungsmaterial in der Europäischen Union. „Die bevorstehende Reform wird die Spielregeln für den Saatgutmarkt sowie für den Erhalt und die Entwicklung der Kulturpflanzenvielfalt für Jahrzehnte festlegen“, sagt Magdalena Prieler, Saatgutpolitik-Referentin für ARCHE NOAH in Brüssel. „Saatgut ist die Grundlage unserer Ernährung. Das Saatgut, das der Landwirtschaft zur Verfügung steht, bestimmt, wie unsere Felder bewirtschaftet werden und welche Lebensmittel wir essen.“

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AVISO: EU-Kommission veröffentlicht Vorschlag zu neuem Saatgutrecht

Juni 2023: Am Mittwoch, den 5. Juli 2023, legt die EU-Kommission voraussichtlich das sogenannte „Food and Biodiversity Package“ vor. Darin enthalten sind vier Gesetzesvorschläge: Neue Gentechnik, Bodengesundheit, Abfallrahmenrichtlinie – und nicht zuletzt eine Reform des vollkommen veralteten Saatgutrechts. „Die Saatgutrechts-Reform wird die Spielregeln für den europäischen Saatgutmarkt für die nächsten Jahrzehnte festlegen“, sagt Magdalena Prieler, politische Referentin bei ARCHE NOAH in Brüssel: „Die EU-Kommission muss mit dem Gesetzesvorschlag einen Kurswechsel einleiten und die Kulturpflanzenvielfalt von ihren rechtlichen Fesseln befreien.“

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English:
EU Commission publishes proposal on new seed law

June 2023: On Wednesday, 5 July 2023, the EU Commission is expected to present the so-called "Food and Biodiversity Package". It contains four legislative proposals: New Genetic Engineering, Soil Health, Waste Framework Directive – and last but not least a reform of the outdated seed marketing legislation. "The seed law reform will set the rules of the game for the European seed market for decades to come," says Magdalena Prieler, policy officer at ARCHE NOAH in Brussels. ARCHE NOAH is an Austria-based association for the conservation, development and distribution of the diversity of cultivated plants. The association has one of the largest private collections of cultivated plants in Europe, with over 5.000 accessions in its seed archive in Schiltern bei Langenlois, near Vienna, "The EU Commission must initiate a change of course with the legislative proposal and free crop diversity from its legal shackles".

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Welle an Saatgut-Patenten jetzt europaweit stoppen

Mai 2023: Mit 1. Juni 2023 tritt das Europäische Einheitspatent in Kraft. Das Ziel der Neuregelung ist eine Vereinfachung der Patentanmeldung und eine höhere Anzahl an Patenten. „Mit dem Europäischen Einheitspatent könnte eine Flut an Patenten auf Saatgut angemeldet werden – umso dringender muss der Missbrauch des Patentrechts in diesem Bereich ein für alle Mal beendet werden“, sagt Dagmar Urban, politische Referentin bei ARCHE NOAH. „Österreich ist seit der jüngsten Patentgesetz-Novelle Vorreiter in Europa. Jetzt muss auch europaweit endgültig klargestellt werden, dass Pflanzen und Tiere aus herkömmlicher Züchtung nicht patentierbar sind!“, fordert ARCHE NOAH.

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Patente: Traditionelle Pflanzenzucht und Ernährungssicherheit gefährdet

Juni 2023: Nach aktuellen Recherchen von Keine Patente auf Saatgut! sind bereits mehr als 1.000 konventionell gezüchtete Pflanzensorten von europäischen Patenten betroffen. Diese Entwicklung ist bisher von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt geblieben, obwohl laut europäischer Gesetze die Patentierung von Pflanzensorten verboten ist. In der Folge steht die Pflanzenzucht in Europa vor einer schweren Krise, traditionelle Züchter:innen müssen befürchten, dass sie ihre bisherige Handlungsfreiheit schon bald verlieren. Auf diese Probleme weist ein aktueller Bericht von Keine Patente auf Saatgut! hin.

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Einspruch gegen Patent auf Mais mit altbekannten Eigenschaften

Mai 2023: "Keine Patente auf Saatgut!" legte einen Einspruch gegen ein Patent auf Mais beim Europäischen Patentamt (EPA) ein. Das Patent der deutschen Firma KWS mit der Nummer EP 3380618 beansprucht Mais, der zum Anbau in kälteren Regionen besonders geeignet ist. Dieser Mais wurde mithilfe von Pflanzen gezüchtet, die bereits dafür bekannt waren, dass sie gegenüber kälteren Anbaubedingungen tolerant sind.

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Neue Gentechnik: Geleakter EU-Vorschlag ist Einfallstor für komplette Monopolisierung von Saatgut

Juni 2023: Am 5. Juli 2023 will die EU-Kommission einen Vorschlag zur völligen Entfesselung der Neuen Gentechnik präsentieren. In den letzten Tagen wurde der Entwurf dazu an die Öffentlichkeit geleakt. „Gentechnik ist ein Einfallstor für die komplette Monopolisierung von Saatgut durch Großkonzerne“, warnt Katherine Dolan, Leiterin des Bereichs Saatgutpolitik bei ARCHE NOAH. Durch Patente auf Saatgut wird die Nutzung spezifischer Eigenschaften in der Pflanzenzucht auf die Patentinhaber:innen (z.B. Corteva, Bayer/Monsanto, BASF, Syngenta/ChemChina) eingeschränkt.

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Patentrechtsnovelle wurde beschlossen

April 2023: Der österreichische Nationalrat hat die lange erwartete Novelle zum österreichischen Patentrecht mehrheitlich beschlossen. Nur die Abgeordneten der FPÖ haben ihre Zustimmung verweigert. „Das neue Patentgesetz bringt uns dem Ende des Missbrauchs von Patenten in ganz Europa ein großes Stück näher“, freut sich Katherine Dolan, Leiterin des Bereichs Politik bei ARCHE NOAH. „Mit dem Beschluss wird Österreich zum Vorreiter in Europa. Das neue Gesetz schließt ausdrücklich sämtliche Methoden der klassischen Pflanzenzucht von der Patentierbarkeit aus.“

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Novelle zum Patentrecht ist durch den zuständigen Ausschuss

April 2023: Die Novelle zum österreichischen Patentrecht hat heute im Parlament den zuständigen Ausschuss für Forschung, Innovation und Digitalisierung passiert, die Abgeordneten haben mehrheitlich zugestimmt. Damit wird die wichtige Neufassung Ende April im Nationalratsplenum behandelt.

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„Höchste Pflanzzeit“ für Erdäpfel und Paradeiser

März 2023: Auch wenn die Temperaturen aktuell gerade wieder sinken: Die Garten- und Balkonsaison hat ohne Zweifel begonnen. Zu den Klassikern für den eigenen Anbau zählen Paradeiser, aber vielleicht probieren Sie es heuer mit etwas anderem und setzen ihre eigenen Erdäpfel? Der Verein ARCHE NOAH hat in seinem Archiv wertvoller Kulturpflanzen etwa 620 Paradeiser- und 164 Erdäpfelsorten. Und viele dieser seltenen, samenfesten Sorten kommen auch heuer wieder in den Verkauf.

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Einspruch gegen Patent auf herkömmlichen Mais

März 2023: Die internationale Koalition von Keine Patente auf Saatgut!, bei der auch ARCHE NOAH dabei ist, hat Mitte März Einspruch gegen ein Patent des deutschen Saatgutkonzerns KWS eingereicht. Betroffen ist Mais mit einer verbesserten Verdaulichkeit, der vor allem als Futtermittel genutzt werden soll. Das umstrittene Patent wurde vom Europäischen Patentamt (EPA) im Juni 2022 erteilt. KWS beansprucht darin Exklusivrechte auf Maispflanzen mit zufällig veränderten Genen, deren Ernte und die daraus hergestellten Futtermittel. Das Patent umfasst auch die Verwendung von natürlicherweise vorkommenden Genvarianten für die konventionelle Züchtung.

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Patentrechtsnovelle schränkt Patente auf Leben klar ein

März 2023: Konventionell gezüchtete Pflanzen und Tiere dürfen zukünftig nicht mehr als angebliche „Erfindung“ patentiert werden. Der österreichische Ministerrat hat mit seiner Regierungsvorlage zur Novellierung des Patentgesetzes wichtige Präzisierungen zu Patenten auf Leben beschlossen. Damit werden langjährige Forderungen von ARCHE NOAH umgesetzt. „Am 1. März hat die Bundesregierung klargestellt, dass herkömmlich gezüchtete Pflanzen und Tiere in Österreich nicht patentiert werden dürfen“, freut sich Volker Plass, Geschäftsführer von ARCHE NOAH, der Gesellschaft für die Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt und ihre Entwicklung. „Der Beschluss ist ein wichtiges Signal an die EU und das Europäische Patentamt: Das Patentrecht darf nicht länger missbraucht werden, um den Saatgutmarkt immer weiter zu monopolisieren. Saatgut ist die Grundlage unserer Ernährung und keine Erfindung eines Konzerns!“

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Skandal-Patent auf Paprika bleibt aufrecht

Februar 2023: Das Europäische Patentamt hat am 16. Februar 2023 ein besonders skandalöses Patent auf Leben durchgewunken: Das EPA in München hat den Einspruch gegen ein umstrittenes Patent von Syngenta (Chemchina) auf konventionell gezüchtete Paprika abgelehnt. Ein breites Bündnis von NGOs, Züchter:innen, Saatgut-Initiativen und bäuerlichen Organisationen aus 27 Ländern hatte bereits 2014 diesen Einspruch eingelegt. Der Agrochemie-Konzern Syngenta beansprucht eine natürlich entstandene Resistenz gegen den Pflanzenschädling Weiße Fliege als angebliche Erfindung für sich. Diese Eigenschaft wurde allerdings lediglich in einer wilden Paprika aus Jamaika gefunden, und dann in eine Handelssorte eingekreuzt. Immer noch werden laufend neue Patente auf konventionelle Lebensmittel und Pflanzen erteilt, obwohl europäische Patentgesetze diese ausschließen sollten. „Große Teile der europäischen Politik verschlafen die dramatische Situation völlig“, kommentiert Dagmar Urban, politische Referentin bei ARCHE NOAH.

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Saatgutrechts-Reform muss Klima- und Biodiversitätskrise ernstnehmen

Februar 2023: Am 7. Juni 2023 will die EU-Kommission ihren Vorschlag für ein neues europäisches Saatgutrecht veröffentlichen. In den anschließenden Verhandlungen werden die Spielregeln für Produktion, Tausch und Verkauf von Saatgut für die kommenden Jahrzehnte neu definiert. „Schon jetzt setzen Großkonzerne alles daran, die Reform zu nutzen, um ihre Kontrolle über das Saatgut auszubauen“, warnt Magdalena Prieler, politische Referentin bei ARCHE NOAH, bei der Präsentation einer aktuellen Studie zur Zukunft des Saatgutrechts heute in Brüssel.

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ARCHE NOAH Schaugarten des Jahres 2022!

Jänner 2023: Besucherinnen und Besucher von Niederösterreichs 92 „Natur im Garten“-Schaugärten wurden aufgerufen, einen Schaugarten des Jahres zu wählen. Besonderes Augenmerk legte die Befragung auf ausgewogene gärtnerische Pflege und Natürlichkeit sowie deren Vermittlungsmöglichkeiten. Berücksichtigung fanden weiters Vorbildwirkung und praktische Anwendbarkeit von Ideen für den eigenen Garten, Balkon oder die Terrasse.

Wir freuen uns ganz besonders darüber, dass der ARCHE NOAH Schaugarten in der Kategorie „Erlebnisgärten“ Schaugarten des Jahres 2022 wurde!

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Pressemitteilungen 2022

 
 

Patente: Neue Beschwerde gegen das Europäische Patentamt

November 2022: Das europäische Bündnis „No Patents on Seeds!“ legt Beschwerde gegen eine Entscheidung über ein Patent auf Braugerste und Bier beim Europäischen Patentamt (EPA) in München ein. Das Patent betrifft Gerste, die sich besonders für energiesparendes Brauen eignet. Das Bündnis sieht eine Umgehung des Verbots von Patenten auf konventionell gezüchtete Pflanzen und Tiere. Der Fall liegt damit bei der Technischen Beschwerdekammer des Patentamts. Eine endgültige Entscheidung kann noch Jahre dauern. In der Zwischenzeit bleibt das Patent samt seiner negativen Konsequenzen aufrecht, auch in Österreich.

 

Schlupflöcher geschlossen: ARCHE NOAH begrüßt Patentgesetz-Novelle

Oktober 2022:In Wien hat das Klimaschutz-Ministerium eine Novelle zum Patentgesetz in Begutachtung geschickt. Der auch für Innovation und Technologie zuständigen Ministerin Leonore Gewessler sind damit wichtige Präzisierungen zur Patentierbarkeit von Pflanzen gelungen.

 

Zwei Biotech-Giganten gefährden mit Patenten und Neuer Gentechnik unsere Ernährung

Oktober 2022: Die zwei Biotech-Konzerne Corteva und Bayer haben in den letzten Jahren hunderte Patentanmeldungen auf Pflanzen angehäuft. Corteva hat 1.430 Patente – mehr als jeder andere Konzern – auf Pflanzen angemeldet, bei denen Methoden der Neuen Gentechnik eingesetzt wurden. Eine gemeinsame internationale Recherche von GLOBAL 2000, Friends of the Earth Europe, Corporate Europe Observatory (CEO), ARCHE NOAH, IG Saatgut – Interessensgemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit und Arbeiterkammer Wien untersucht diese Patentierungsflut vor dem Hintergrund der aktuell diskutierten Deregulierung des EU-Gentechnikrechts mit drohenden Ausnahmen für Neue Gentechnik (NGT).

 
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Pressemitteilungen 2021

 
 

Neuer Geschäftsführer für ARCHE NOAH ab September

August 2021: Mit 20.September übernimmt Volker Plass die ARCHE NOAH Geschäftsführung. Er bringt drei Jahrzehnte Erfahrung im NGO- und Umweltbereich mit und macht mit dieser Entscheidung seine gärtnerische Leidenschaft auch zum Beruf. Nach seinem Start ins Berufsleben beim Österreichischen Informationsdienst für Entwicklungspolitik (heute Südwind-Agentur) begleitete er als selbstständiger Grafikdesigner und Kommunikationsberater unterschiedlichste Non-Profit-Organisationen. Im Jahr 2000 gründete Plass die „Grüne Wirtschaft“, die Interessenvertretung grüner und grünnaher UnternehmerInnen. Nach seinem endgültigen Abschied aus der Politik im Jahr 2016 war Plass bis zuletzt Programm-Manager bei Greenpeace in Österreich.

Auf die bevorstehenden Aufgaben bei ARCHE NOAH freut er sich sehr: „Als langjähriger Kunde und Mitglied von ARCHE NOAH ist mir die Kulturpflanzenvielfalt ein großes Herzensanliegen. Ich werde all meine Erfahrungen bezüglich Organisationsentwicklung und NGO-Management zur Verfügung stellen, um gemeinsam mit meinen ARCHE NOAH-KollegInnen unsere Organisation gut weiterzuentwickeln. Die Frage, wie wir uns regional, saisonal und gesund ernähren und wie wir dabei die wunderbare Vielfalt und Schönheit unserer Kulturpflanzen erhalten und mehren, wird eine ganz zentrale Frage der kommenden Jahrzehnte sein. Ich will, dass ARCHE NOAH bei diesem Thema auch in Zukunft eine führende Schlüsselrolle innehat und Antworten von höchster Qualität gibt.“

Bernd Kajtna, der die letzten drei Jahre die Geschäftsführung innehatte und seit vielen Jahren bei ARCHE NOAH tätig ist, bleibt dem Verein erhalten und wird sich mit seiner Expertise wieder auf die Arbeit in bestimmten Themenbereichen fokussieren.

 
 

Eröffnung Gefrierkammer & Besuch von Ministerin Gewessler

27.07.2021: Die neu errichtete Gefrierkammer wurde nun mit Ministerin Leonore Gewessler feierlich eröffnet, um einen großen Teil des Kulturpflanzen-Schatzes zu sichern. Hier können nun rund 5.000 Sorten Saatgut zukunftssicher aufbewahrt werden. Ein besonderes Dankeschön geht an die knapp 2.000 Unterstützerinnen und Unterstützer, die diese Gefrierkammer ermöglicht haben.

 
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Aussendung 28.7.2021
Fotocredit: Natur im Garten-J. Ehn

Schaugarten ARCHE NOAH erhält wieder Auszeichnung „Goldener Igel“

Juli 2021 Schiltern/Tulln: Landesrat Martin Eichtinger (Mitte links) und Reinhard Kittenberger, Präsident der „Natur im Garten“ Schaugärten (links) überreichten Anna Aichinger und René Pollroß (re) (Leitung Gärten) die "Natur im Garten"-Auszeichnung, den "Goldenen Igel".
Jährlich werden jene Schaugärten mit dem „Goldenen Igel“ ausgezeichnet, die einerseits in Qualität und Umfang überzeugen andererseits die Kriterien von „Natur im Garten“ – Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide und Düngemittel sowie auf Torf - während einer Saison umsetzen.

 

Neuer Vorstand für ARCHE NOAH

22.03.2021: Rekordbeteiligung an der Mitgliederversammlung von ARCHE NOAH! Am 19. März haben über 200 Mitglieder via ZOOM einen neuen Vorstand aus 17 KandidatInnen als ein strategisches Leitungsgremium gewählt.
Die neue Obfrau Christine Jasch kann auf die Unterstützung von 7 weiteren Vorstandsmitgliedern zählen: Monika Busch, Gerlinde Hochreiter, Andrea Höltl, Thomas Mördinger, Alexandra Scheucher, Martina Schwaiger und Stefan Summesberger.

 
FOTOCREDIT: ARCHE NOAH / TERESA NOVOTNY

ARCHE NOAH-Petition an Köstinger: Mehr Saatgutvielfalt für mehr Gesundheit

01.03.2021: Ebenfalls wurden heute 25.000 Unterschriften für mehr Kulturpflanzenvielfalt als Versicherung für die Herausforderungen der Zukunft von ARCHE NOAH an die Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger übergeben – symbolisch mit 25.000 Körnern Besenhirse-Saatgut. „Vielfalt auf dem Feld ist eine Voraussetzung für Ernährungssicherheit und die Basis für eine gesunde Ernährung, gerade in Zeiten von Klimakrise und Corona“, sagt Bernd Kajtna, Geschäftsführer von ARCHE NOAH bei der Übergabe.

 

ARCHE NOAH-Petition an BM Gewessler: Vielfalt schützen und Gesundheit ernten!

11.02.2021 Schiltern/Wien: Über 25.000 Unterschriften für Vielfalt als Sicherheitsnetz für eine gesunde Zukunft hat ARCHE NOAH heute an Umweltministerin Leonore Gewessler übergeben – symbolisch mit 25.000 Körner Besenhirse-Saatgut. „Kulturpflanzenvielfalt ist die Grundlage unseres Lebens. Aber sie ist akut bedroht – weltweit sind laut UNO-Welternährungsorganisation FAO bereits 75 Prozent der landwirtschaftlichen Vielfalt verlorengegangen. Diesen Verlust symbolisiert ein nur mehr zu 25 Prozent gefülltes Glas mit Bregenzer Bohnen, das ARCHE NOAH heute der Umweltministerin übergeben hat.

 
 
 
 

Pressemitteilungen 2020

 
 

Schaugarten ARCHE NOAH erhält Auszeichnung „Goldener Igel“

30.07.2020 Schiltern/Tulln: Landesrat Martin Eichtinger überreichte auch ARCHE NOAH heuer wieder die "Natur im Garten"-Auszeichnung, den "Goldenen Igel".
Jährlich werden jene Schaugärten mit dem „Goldenen Igel“ ausgezeichnet, die einerseits in Qualität und Umfang überzeugen andererseits die Kriterien von „Natur im Garten“ – Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide und Düngemittel sowie auf Torf - während einer Saison umsetzen.

 

Keine Patente auf Leben: Europäisches Patentamt fällt richtungsweisendes Urteil

14.05.2020 Schiltern/Wien: Nach langem Tauziehen stimmte die Große Beschwerdekammer der Europäischen Patentorganisation einer Einschränkung der Patentierbarkeit von Pflanzen und Tieren zu, die bereits 2017 von den Regierungen der 38 Vertragsstaaten der Patentorganisation beschlossen wurde. Diese Entscheidung ist grundsätzlich zu begrüßen, aber die Arbeit gegen Patente auf Leben geht weiter.

 
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Pressemitteilungen 2019

 
 

Mehr Vielfalt - mehr Klimaschutz!

20. 09.2019, Schiltern: ARCHE NOAH solidarisiert sich mit der „Fridays for Future“-Bewegung und ist in der neuen Allianz „Farmers for Future“ aktiv. Gemeinsam wird von der Politik eine Kehrtwende hin zu echtem Klimaschutz gefordert. Zum Start der Woche für den Klimaschutz nimmt der Verein, der sich seit fast drei Jahrzehnten der Erhaltung und Verbreitung der Kulturpflanzenvielfalt widmet heute, Freitag den 20. September, an der Klimaparade in Krems an der Donau teil.

 
 

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ARCHE NOAH Mostbirnen Vielfalt auftafeln

17. 09.2019, Schiltern: Mosthöfe gehörten einst zu den Wohlhabendsten. Mitte des letzten Jahrhunderts kam es zu einer folgenschweren Trendwende. Die Streuobstbestände mit ihren landschaftsprägenden Hochstammbäumen mussten dem Plantagenobst weichen und wurden großflächig gerodet. Seit einiger Zeit ist wieder Hoffnung für die Mostbirne in Sicht. Eine junge Generation Landwirtinnen und Landwirte widmet sich deren neuen kulinarischen Verwertung, pflegt hunderte Jahre alte Restbestände und investiert in Neupflanzungen. ARCHE NOAH unterstützt diese Initiativen mit gezielter Forschung zur Sortenvielfalt. Letztes Wochenende konnte in Schiltern als Zwischenergebnis eine große Ausstellung präsentiert werden, ihres Zeichens die erste Mostbirnenschau seit über 100 Jahren.

 
 

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